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![]() Das Foto zeigt 996101 ("Pfiffi"). Sie ist die Heißdampfausführung der beiden Schwestern und unterscheidet sich äußerlich am auffälligsten nur durch die kürzeren seitlichen Wasserkästen. |
Aufriß- zeichnungen |
![]() Die Naßdampflok 996102 ("Fiffi") hat weiter nach vorn gezogene Wasserkästen. |
| Größe | Wert | Einheit | Formelzeichen | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Fahrgeschwindigkeit | 30/30 | km/h | vmax | vw/rw |
| Reibungslast | 32,0 | Mt | QLr | - |
| Masse | 32,0 | t | M ld | bei vollen Vorräten |
| mittl. Kuppelachslast | 10,7 | Mt | - | - |
| Betriebsgattung | K 33.11 | - | - | bei DR |
| Achsfolge | C | - | - | - |
| Kesselüberdruck | 14 | bar | P k | Höchstdruck |
| Zylinderdurchmesser | 430 (400) | mm | - | - |
| Kolbenhub | 400 | mm | - | - |
| Rostfläche | 1,4(1,5) | qm | - | - |
| Rauchrohre | 18(0) | Anzahl | - | nur 6101 |
| Heizrohre | 88(173) | Anzahl | - | - |
| Bremsbauart | - | - | - | EMV 10 mit Zusatzbremse |
| Kohlevorrat | 1,1 | t | - | - |
| Wasservorrat | 4(5,5) | m3 | - | - |
| Steuerungsbauart | - | - | - | Heußinger mit Hängeeisen |
| Schieberbauart | - | - | - | Troffimoff (vereinfacht) |
| befahrbarer Bogenradius | 30 | m | R | - |
Im Jahr 1915 wurden auf einem - extra unterhalb von
Drei-Annen-Hohne angelegten Streckenabzweig - zwei kleine Lokomotiven getestet.
Ausführender dieses Tests war die Heeresfeldbahn. Es handelte sich um die
heutigen 996101 und 996102 - auch als "Pfiffis" bekannt. Die Lok mit der
Henschel-Fabriknummer 12879 kaufte die NWE der Heeresfeldbahn ab. Die heutige
996101 ist eine Heißdampfausführung. Die
Naßdampfausführung mit der Fabriknummer 12880 versah zunächst
Ihren Dienst auf der Nassauischen Kleinbahn und kam 1920 zur NWE. Beide
Maschinen wurden vorrangig zum Rangieren und zum Rollbockdienst eingesetzt.
Nach dem zweiten Weltkrieg versahen sie auch
zwischenzeitlich Dienst auf der Selketalbahn. Als die Neubaumaschinen mit
Beginn der achtziger Jahre auf Ölhauptfeuerung umgestellt wurden,
mußte die 6102 teilweise als Heizlok für die Neubauloks dienen. Der
andere "Fiffi" wurde mit einem Bahnhofsgüterwagen als Schlepptender
ausgerüstet und wurde zum Heizen der Werkstatt in Wernigerode Westerntor
"mißbraucht".
Mitte der
achtziger Jahre kam es zu zahlreichen Entgleisungen mit den Fiffis im Selketal.
Die Reichsbahndirektion Magdeburg untersagte daraufhin den Zugdienst mit diesen
Maschinen. Nur für den Rollbockverkehr bis Hasserode durften die Fiffis
noch eingesetzt werden. Trotzdem erhielten diese Maschinen eine
Bremsausrüstung zum Bremsen von druckluftgebremsten Zügen. Mit einer
Luftpumpe waren die Fiffis ja bereits ausgerüstet. Der Zeitpunkt des
Anbaus der Luftpumpen kann heute allerdings nicht mehr genau ermittelt werden.
Wir wären sehr dankbar, wenn jemand uns Unterlagen zu diesem Thema zur
Verfügung stellen könnte. Ursprünglich hatten die Fiffis
jedenfalls keine Luftpumpe! Seit der Ausrüstung mit Druckluftzugbremse
tragen die Fiffis den Haupluftbehälter an der Rückwand des
Führerhauses.
Der Grund
für die erwähnten Entgleisungen war jedoch nicht so sehr bei den
Maschinen zu suchen sondern beim damals desolaten Zustand der Gleise im
Selketal. Außerdem mußte ein größerer Kohlenvorrat auf
dem Führerstand mitgeführt werden, der zur Entlastung der ersten
Kuppelachse beitrug. Ein weiterer Grund war eine rohe Fahrweise mancher
Lokomotivführer.
Die beiden Loks
waren mehrere Jahre abgestellt. Die 996101 wurde durch den Verein
"Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e.V." und die 996102 wurde
durch den "Freundeskreis Selketalbahne.V." wieder betriebsfähig gemacht.
Eingesetzt werden die Maschinen vor Sonderzügen.