| über uns | Technische Informationen zu Triebfahrzeugen |
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| Größe | Wert | Einheit | Formelzeichen | Bemerkungen |
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| Fahrgeschwindigkeit | 60/60 | km/h | vmax | vw/rw |
| Kraftübertagung | - | - | - | elektrisch |
| Dienstmasse | 32,2 | t | M ld | bei vollen Vorräten |
| mittl. Kuppelachslast | 8 | Mp | - | - |
| Betriebsgattung | KD | - | - | - |
| Kurzbezeichnung | Bo'Bo'de | - | - | |
| Achsfolge | Bo'Bo' | - | - | - |
| Länge | 15600 | mm | - | über Puffer |
| Drehzapfenabstand | 11100 | mm | - | - |
| Originalmotor | - | - | - | MAN; 516PS |
| Motor | M11I-R2 | - | - | Cummins; 328PS |
| Sitzplätze | - | Anzahl | - | nur Packabteil |
| Stehplätze | - | Anzahl | - | nur Gepäckabteil |
| Bordspannung | 110 | Volt | Ub | Gleichspannung |
| Bremsbauart | - | - | - | Dako + Zusatzbremse |
| Heizung | - | - | - | ölgef. Niederdruckkessel |
| Hersteller | - | - | - | MAN + Waggonfab. Wismar + Brown & Bowerie |
| befahrbarer Bogenradius | 40 | m | R | - |
Von den Triebwagen der
Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn ist nur noch der Gepäcktriebwagen ex
NWET3 erhalten geblieben. Er wurde zusammen mit dem heute nicht mehr existenten
T2 im Jahre 1938 in Dienst gestellt. Beide bildeten damals technischen
Höchststand auf dem Gebiet des Triebwagenbaus. Darum kann man den T3
durchaus als ein "lebendes" Zeugnis der Entwicklung der Schienenfahrzeugtechnik
bezeichnen.
In den 1960er Jahren wurden der ex T1 und T2
verschrottet. Es mangelte damals an den notwendigen Ersatzteilen.
Der ex T3 versah seinen
Dienst bis Ende der 1970er Jahre. Dann mußte er abgestellt werden, weil
der Hochdruckkompressor ausfiel. Dieser Hochdruckkompressor war notwendig, um
die Druckluftflaschen der Startanlage auf 60bar aufzupumpen, da das Fahrzeug
mit einer Druckluftstartanlage ausgerüstet ist.
Zur Lösung des
Problems wurde beispielsweise ein Zylinder des Sechs-Zylinder-Dieselmotors als
Kompressors geschaltet. Doch das brachte nur die "dieseltypischen" 25-30bar
Verdichtungsdruck.
Man gab den ex T3 schlichtweg auf und zeigte sich nicht
mehr an diesem Fahrzeug interessiert. 1980 wurden sämtliche Ersatzteile
des ex T3 verschrottet - darunter auch ein kompletter Satz Fahrmotore - noch in
Ölpapier verpackt!
Im Jahre 1981 wollten
drei "eisenbahnversessene" Lehrlinge aus dem Bahnbetriebswerk Wernigerode im
Rahmen eines "FDJ-Jugendobjektes" den ex T3 wieder herrichten. Dieser Vorschlag
fand damals nicht die erforderliche Unterstützung. Doch die gute Idee zog
über die Berufsschule weite Kreise - bis zur damaligen Reichsbahndirektion
nach Magdeburg. Diese wies die Bahnbetriebwerk-Leitung an, den ex T3 wieder
lauffähig zu machen. Die drei "Initiatoren" hatten aber bereits ausgelernt
und wurden daher nicht an der "Wiedergeburt des ex T3" beteiligt.
Nach der Wende wurde
die Frage nach dem weiterem Schicksal dieses Fahrzeuges erneut gestellt. Die
Bahnbetriebwerke in Haldensleben und Blankenburg waren anfangs gewillt, den
Triebwagen wieder instand zu setzen. Beide Dienststellen der Deutschen
Reichsbahn gaben jedoch diese Aufgabe zurück. Zu lange schon hatte der
Zahn der Zeit am ex T3 genagt.
Die Aufarbeitung
gestaltete sich wirklich nicht einfach. Nicht die Korrosionsschäden waren
das Hauptproblem - auch ein Kompressor war zu beschaffen - vielmehr lagen die
Probleme in der Elektro-Anlage und im Motor. Kein Wunder, alle Spulen im
Generator, in den Motoren und Relais waren mit gewebeisoliertem Draht
gewickelt. Keines dieser Teile entsprach mehr der heutigen DIN-Norm. Auch der
langsamlaufende Dieselmotor brachte einige Ersatzteilprobleme.
Diese schier
unmöglich scheinenden Instandsetzung hat letztlich die Firma MaLoWa in
Benndorf erfolgreich geschafft - der ex T3 fährt heute wieder im
Streckennetz der Harzer Schmalspurbahenen.
Es traten wiederholt
Probleme mit dem Motor auf. Da aus Gründen des Denkmalschutzes eine
umfassende Reparatur nicht möglich war, erhielt der Triebwagen im
Frühjahr 1999 einen anderen Motor. Es handelt sich um den gleichen
Motortyp, wie er in die Triebwagen 187016-019
eingebaut wurde. Der Originalmotor ist entsprechend konserviert in der
Werkstatt Wernigerode-Westerntor eingelagert.
Da der
Gepäcktriebwagen NWET3 (187025) kein Reisendenabteil besitzt aber bis zu
vier Personenwagen ziehen kann (deshalb auch als Schlepptriebwagen bezeichnet),
wird er mit Reisezugwagen am Zughaken für Sonderzugeinsätze
genutzt.