| Fahrpläne | Unser Streckennetz |
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Die Selketalbahn mit ihren 60,9 Kilometern ist der romantischste Teil des Streckennetzes und gilt mit ihren jährlich über 120.000 Fahrgästen längst als ein Geheimtipp für Eisenbahn- und Naturfreunde gleichermaßen.

Am 7. August 1887 wurde die Strecke Gernrode – Mägdesprung der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) eröffnet. Somit ist die Selketalbahn die älteste Schmalspurbahn im Harz und eng mit der Industrialisierung und touristischen Erschließung des im Mittelalter unwirtlichen Selketals verbunden.
Bis 1892 wurde das Streckennetz schrittweise bis Hasselfelde verlängert. Nach dem Bau der Strecke Stiege – Eisfelder Talmühle bestand ab 1905 eine Verbindung zur Harzquerbahn der Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn AG (NWE) und somit auch zum Brocken.
1946 wurde das Fahrzeug- und Gleismaterial der Selketalbahn nahezu vollständig als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Im gleichen Jahr wurde die GHE enteignet. Die Deutschen Reichsbahn (DR) übernahm 1949 die Selketalbahn. Danach erfolgte der Wiederaufbau der Bahn, der aber erst 1983 abgeschlossen wurde.
Am 1. Februar 1993 übernahm die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) von der DR neben der Harzquerbahn und Brockenbahn auch die Selketalbahn.
Die Selketalbahn besitzt mit einem Neigungsverhältnis von 1:25 (40 ‰) den steilsten Streckenabschnitt der HSB.
Nach der Streckenverlängerung 2006 fährt die Selketalbahn ab der Welterbestadt Quedlinburg durch die abwechslungsreiche Landschaft des Vorharzes hinauf auf die Hochebene des nördlichsten Mittelgebirges mit Anschluss nach Nordhausen, Wernigerode und zum Brocken.
| 10.05.1886 | Gründung der Gernrode- Harzgeroder Eisenbahngesellschaft (GHE) als Aktiengesellschaft |
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| 14.03.1886 | Die GHE erhält die Konzession zum Bau und Betrieb einer Schmalspurbahn von Gernrode nach Harzgerode |
| 07.08.1887 | Eröffnung des ersten Absschnitts der anhaltinischen Harzbahn von Gernrode nach Mägdesprung nach nur zehnmonatiger Bauzeit. |
| 01.07.1888 | Freigabe des Streckenabschnitts von Mägdesprung nach Harzgerode |
| 13.07.1888 | Eröffnung des Abschnittes Alexisbad - Silberhütte |
| 01.06.1890 | Das 9,3 km lange Teilstück von Silberhütte nach Güntersberge geht ans Netz. |
| 01.12.1891 | Der Gleisabschnitt von Güntersberge nach Stiege (8,6 km) wird feierlich in Betrieb genommen. |
| 01.05.1892 | Freigabe des Streckenabschnitts von Stiege nach Hasselfelde |
| 15.07.1905 | Durch die Eröffnung des Streckenabschnitts Stiege - Eisfelder Talmühle gelingt die Verbindung der Streckennetze von GHE und NWE - ein Meilenstein der Verkehrsentwicklung im Harz. |
| 06.04.1946 | Auf Befehl der russischen Besatzer endet der Verkehr auf der GHE. Als Reperationsleistung wird der Abbau der Gleisanlagen von Stiege her in Richtung Gernrode betrieben, nur der Abschnitt von der Anschlußstelle Herzogschacht bis Straßberg blieb erhalten |
| 01.09.1946 | Übergabe der GHE-AG in Volkseigentum der Prov. Sachsen bzw. der späteren VVB Landesbahn |
| 08.03.1949 | Nachdem schon im Oktober 1946 Vorarbeiten zum Wiederaufbau der GHE-Strecke begonnen hatten, wurde die Strecke Alexisbad - Gernrode-Straßberg wiedereröffnet.In den Folgemonaten wurde bis Straßberg weiter gebaut. |
| 01.04.1949 | Die ehemalige GHE wird von der Deutschen Reichsbahn zur treuhändlerischen Verwaltung und Nutznießung übernommen. |
| 05.09.1972 | Entscheid des Ministeriums für Verkehr über den - Erhalt u.a. der Selketalbahn und den Wiederaufbau des Abschnitts Straßberg - Stiege |
| Frühjahr 1981 Beginn erster Rodungsarbeiten auf der zugewachsenen alten Trasse | |
| 30.11.1983 | Eröffnung der 13,9 km langen Neubaustrecke nach sechsmonatiger Bauzeit, als Eröffnungszug befährt der Oldtimerzug die Strecke |
| 03.06.1983 | Feierliche Wiederaufnahme des regelmäßigen Reisezugverkehrs auf der Strecke Straßberg - Stiege |
| 1983-85 | Durch die Wiederinbetriebnahme steigen die Beförderungsleistungen auf den Harzer Bahnen erheblich an. Im angegeben Zeitraum erhöht sich das Güterverkehraufkommen um 67%. Allein im Jahr 1985 wurden auf der Selketalbahn 360.000 Reisende befördert. |
| März 1991 | Bildung einer Vorbereitungsgesellschaft (GbR) zur Gründung einer kommunalen Betriebsgesellschaft. Deren Eigentümer sind die Landkreise Wernigerode, Nordhausen und Quedlinburg, die an der Strecke liegenden Gemeinden, die Stadt Quedlinburg, die Gemeinde Tanne und die Kurbetriebsgesellschaft Braunlage. |
| 27.05.1991 | Die erste Dampflok erreicht seit dem Jahre 1987 den Brockenbahnhof; Beginn der Sanierungsarbeiten auf der Brockenstrecke. Ein Jahr später wird der planmäßige Zugverkehr zum Brocken wieder aufgenommen |
| 19.11.1991 | Aus der kommunalen Gründungsgesellschaft heraus wird die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) gebildet |
| 26.11.1992 | Verleihung der Bau- und Betriebsrechte durch das Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt. |
| 01.02.1993 | Die HSB übernimmt die Selketalbahn (sowie die Harzquer- und Brockenbahn ) von der DR in regionale Trägerschaft. Durch diese, in der Rekordzeit von dreizehn Monaten vollzogene Übergabe ist sie die erste NE-Bahn mit regelmäßigem Reisezugverkehr in den neuen Bundesländern. |
| 26.06.2006 | Aufnahme des regelmäßigen Reisezugverkehrs der um 8,9 km verlängerten Selketalbahn ab Quedlinburg. |