Start umfassender Kundenbefragungen zur Weiterentwicklung des Angebotes
Freitag, 24. April 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), Betreiberin des 140,4 Kilometer langen und sowohl historisch als auch touristisch bedeutenden Schmalspurstreckennetzes im Harz, richtet ihren Blick konsequent in die Zukunft: Mit einer umfangreichen Kundenbefragung möchte das Unternehmen die Wünsche und Bedürfnisse seiner Fahrgäste noch besser verstehen und gezielt in die Angebotsplanung einfließen lassen.
Mit der von der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) finanziell unterstützten Durchführung der Untersuchung wurde die exeo Strategic Consulting AG aus Bonn beauftragt. Ziel ist es, fundierte Erkenntnisse über die Erwartungen und Präferenzen der Reisenden in verschiedenen Bereichen zu gewinnen und darauf aufbauend das Angebot der HSB weiter zu optimieren. Die Datenerhebung erfolgt in drei zeitlichen Abschnitten von April bis Juli. Dabei setzt die HSB auf eine Kombination aus digitalen und persönlichen Befragungsformaten: Interessierte können online über die Unternehmenswebsite www.hsb-wr.de sowie über die Social-Media-Kanäle der HSB teilnehmen. Ergänzend werden Fahrgäste direkt in den Zügen auf allen Strecken persönlich befragt.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zentrale Fragestellungen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung der HSB. Analysiert werden unter anderem die Präferenzen und Zahlungsbereitschaften der Kunden in Bezug auf verschiedene Angebotsmerkmale. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den unterschiedlichen Traktionsarten – von der klassischen Dampflok über Triebwagen und Dieselloks bis hin zu modernen Triebzügen.
Aber auch die Wahrnehmung unterschiedlicher Preisgestaltungen wird untersucht. In diesem Zusammenhang spielt das Deutschlandticket eine wichtige Rolle. Es ermöglicht derzeit die kosten- und zuschlagsfreie Nutzung aller fahrplanmäßigen Züge auf dem gesamten Streckennetz mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Drei Annen Hohne und dem Brocken. Seit der Einführung des Deutschlandtickets haben sich Veränderungen im Nutzungsverhalten der Fahrgäste gezeigt, die im Rahmen der Studie genauer betrachtet werden.
Methodisch setzt die Studie auf eine sogenannte Conjoint-Analyse, mit deren Hilfe belastbare und praxisnahe Erkenntnisse gewonnen werden sollen. Die Ergebnisse dienen der HSB als wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen in der Angebots- und Preisentwicklung.
Über die Fahrgäste hinaus werden auch weitere Anspruchsgruppen einbezogen: So sollen insbesondere im Themenfeld „Traktionsarten“ auch Tourismuseinrichtungen, Hotels sowie Geschäftspartner aus einem größeren regionalen Umfeld befragt werden. Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild der unterschiedlichen Interessen und Erwartungen zu erhalten.
Die HSB rechnet noch vor Ende des kommenden Sommers mit den Ergebnissen der Untersuchung. Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden und das Reiseerlebnis im Harz nachhaltig weiterzuentwickeln.
HSB-Delegation reist nach Wales
Freitag, 17. April 2026
Wernigerode – Eine elfköpfige Delegation der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) reist vom 20. bis zum 24. April nach Wales, um die traditionsreichen Ffestiniog & Welsh Highland Railways (F&WHR) zu besuchen. Mit großer Vorfreude knüpft die HSB damit an eine langjährige und bewährte Partnerschaft an, die während der Corona-Pandemie vorübergehend pausieren musste.
Die Delegation setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Unternehmensbereiche zusammen. Vor Ort werden sie aktiv in den Betriebsalltag der walisischen Partnerbahn eingebunden und unter anderem als Dampflokführer, Zugbegleiter oder Gleisbauer eingesetzt. Dieser praxisnahe Austausch ermöglicht wertvolle Einblicke und stärkt das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Arbeitsweisen.
Die Verbindung zwischen der HSB und der F&WHR reicht bis in die frühen 2000er Jahre zurück. Aus zunächst privaten Kontakten entwickelte sich ein intensiver fachlicher Austausch. Seit 2006 besteht eine offizielle Partnerschaft mit dem Ziel, Wissen und Erfahrungen in den Bereichen Eisenbahn und Tourismus zum beiderseitigen Nutzen zu teilen. Einige gegenseitige Besuche unterstreichen die erfolgreiche und lebendige Zusammenarbeit.
Die F&WHR, gegründet im Jahr 1832 und damit die älteste Eisenbahngesellschaft der Welt, bietet dabei einen besonders traditionsreichen Rahmen für den Austausch. Die Wiederaufnahme der Besuche ist ein starkes Zeichen dafür, dass diese besondere Verbindung weiterhin gepflegt und ausgebaut wird.
„Mit unserem Besuch möchten wir die Partnerschaft neu beleben und gemeinsam in die Zukunft blicken“, so HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller. „Der persönliche Austausch – direkt auf und neben dem Führerstand – ist dabei von unschätzbarem Wert.“ Die Reise steht somit ganz im Zeichen gelebter internationaler Eisenbahnfreundschaft – verbindend, inspirierend und zukunftsorientiert.
Investition in die Zukunft: HSB saniert Viadukt bei Ilfeld
Freitag, 10. April 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) setzt mit der vor Ostern erfolgten Auftragsvergabe für die Sanierung ihres Viadukts im thüringischen Südharz bei Ilfeld ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Bahnbetriebs und investiert damit gezielt in die langfristige Sicherung ihres insgesamt 140,4 Kilometer umfassenden Streckennetzes.
Bereits seit März hat die HSB hierfür den Streckenabschnitt der Harzquerbahn zwischen Ilfeld Neanderklinik und Eisfelder Talmühle für den Zugverkehr voll gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, um die Mobilität der Fahrgäste weiterhin zuverlässig sicherzustellen. Nach ersten vorbereitenden Maßnahmen, wie Vegetationsrückschnitten, starten in den kommenden Tagen nun weitere bauvorbereitende Arbeiten. Mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten wird dann gegen Ende April begonnen.
Mit der umfassenden und durch den Freistaat Thüringen finanziell unterstützten Sanierung stellt die HSB den betriebssicheren Fortbestand des Eisenbahnviadukts, das bei Ilfeld in Sichtweite zur Bundesstraße 4 die Bere überquert, für mindestens weitere fünf Jahrzehnte sicher. Für die Umsetzung des Bauprojekts als wichtiges Bindeglied im Netz der Harzer Schmalspurbahnen hatte sich auch der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke engagiert.
Anders als viele andere Bauwerke entlang der Strecke stammt das markante Viadukt nicht aus der Anfangszeit der Harzquerbahn, sondern wurde erst in den Jahren 1948 bis 1949 errichtet, nachdem das Vorgängerbauwerk durch ein Hochwasser der Bere zerstört worden war. Trotz der umfangreichen Arbeiten bleibt das charakteristische Erscheinungsbild mit seinen massiven Granitsteinpfeilern sowie Stahlbetonbögen mit aufgesetzter Betonkappe erhalten.
Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Ilfeld Neanderklinik und Eisfelder Talmühle hat die HSB für den 1. September dieses Jahres geplant. Abschließende Arbeiten werden zwar noch bis in den Herbst hinein andauern, jedoch ohne weitere Einschränkungen für den Bahnverkehr. Für den Straßenverkehr auf der Bundesstraße 4 sind während der Bauphase nur geringe Beeinträchtigungen wie zeitweise Geschwindigkeitsreduzierungen oder Ampelregelungen zu erwarten.
Die Geschäftsleitung der HSB bittet hierfür um Verständnis. Mit der Sanierung dieses wichtigen Bauwerks stellt das kommunale Bahnunternehmen eine weitere Weiche für eine sichere, zuverlässige und nachhaltige Zukunft ihrer traditionsreichen Bahnstrecken im Harz.
Zehntägige Baumaßnahmen ab dem 23. März auf der Harzquerbahn
Freitag, 20. März 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) führt in der Zeit vom 23. März bis einschließlich 1. April Bauarbeiten auf der Harzquerbahn durch. Aus diesem Grund muss der Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Eisfelder Talmühle und Drei Annen Hohne während dieses Zeitraums für den Zugverkehr gesperrt werden.
Im Rahmen der Maßnahmen werden unter anderem abschließende Arbeiten an den im vergangenen Herbst zwischen Elend und Sorge durchgeführten Gleiserneuerungen ausgeführt. Zusätzlich wird der Bahnübergang an der Bundesstraße 242 bei Sorge vollständig erneuert. Dafür ist während der Bauzeit auch eine Vollsperrung der Bundesstraße in diesem Bereich erforderlich. Eine Umleitung für den Straßenverkehr wird vor Ort entsprechend ausgeschildert. Mit den Maßnahmen investiert die HSB gezielt in den langfristigen Erhalt ihres insgesamt 140,4 Kilometer umfassenden Streckennetzes. Gleichzeitig tragen die Arbeiten dazu bei, die Betriebssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten und den Reisekomfort für die Fahrgäste weiter zu verbessern.
Für die während des zehntägigen Sperrzeitraums entfallenden Zugverbindungen zwischen Eisfelder Talmühle und Drei Annen Hohne richtet die HSB einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. An allen betroffenen HSB-Stationen informieren gesonderte Aushänge über die entsprechenden Ersatzhaltestellen und Fahrzeiten. Der Zugverkehr zum Brocken sowie auf dem übrigen Streckennetz der HSB wird während der Bauarbeiten planmäßig fortgeführt, sodass Fahrgäste weiterhin große Teile des Harzes bequem mit der Bahn erreichen können.
Aktuelle Informationen zu den Fahrplänen während des Sperrzeitraums sowie zu möglichen kurzfristigen Änderungen veröffentlicht die HSB fortlaufend auf ihrer Internetseite www.hsb-wr.de unter der Rubrik „Aktuelle Fahrplanänderungen“.
Die Geschäftsleitung der HSB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die notwendigen Baumaßnahmen und die damit vorübergehend verbundenen Unannehmlichkeiten. Ziel der Arbeiten ist es, die traditionsreiche Bahn auch künftig zuverlässig und komfortabel für Einheimische und Gäste des Harzes zu betreiben.
Land investiert in Infrastruktur der HSB
Donnerstag, 19. März 2026
Wernigerode – In Wernigerode unterzeichnete Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, heute gemeinsam mit Peter Panitz, Geschäftsführer der NASA GmbH und Katrin Müller, Geschäftsführerin der HSB GmbH eine Vereinbarung über die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen (LuFV) für die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Diese umfasst ca. fünf Millionen Euro für das Jahr 2025 und ca. 5,2 Millionen Euro für das laufende Jahr. Die Gelder sind unter anderem für die Gleissanierung des Bahnübergangs Westerntorkreuzung (Wernigerode), die technische Sicherung des Bahnübergangs Kirchstraße (Wernigerode) sowie eine abschnittsweise Gleiserneuerung auf der Strecke zwischen Sorge und Elend und die Gleissanierung des Bahnübergangs Drei Annen Hohne (K 1354/Brockenstraße) vorgesehen.
„Es ist wichtig, dass die Modernisierung der HSB auf allen Ebenen stattfindet. Damit schaffen und sichern wir attraktive Arbeitsplätze in der Region“, sagte Lydia Hüskens in Wernigerode. „Wir unterstützen das Unternehmen dabei, sich neu aufzustellen, verknüpfen damit aber auch ganz klare Erwartungen an die künftige Ausrichtung“, betonte die Ministerin. Das Land könne die erforderliche Unterstützung bei den notwendigen Investitionen in die Schieneninfrastruktur nicht allein übernehmen, fügte sie hinzu. Deshalb bestehe ein wichtiges, gemeinsames Ziel darin, zusätzliche Fördermittel in Form von Bundesmitteln einzuwerben.
HSB-Geschäftsführerin Müller dankte der Ministerin für die weitere Unterstützung des Landes und betonte: „Die Vereinbarung ist ein wichtiges Signal für die Zukunft der Harzer Schmalspurbahnen. Sie ermöglicht uns, die Infrastruktur unseres 140 Kilometer umfassenden Streckennetzes gezielt instand zu halten und gibt uns gleichzeitig den notwendigen Rückhalt für die Gestaltung der bevorstehenden Herausforderungen.“
In der Vergangenheit hat das Land die HSB bereits im Rahmen von Einzelförderungen und mit befristeten Verträgen für eine zusätzliche Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen unterstützt. Im Jahr 2019 wurde auf diese Weise die Erhöhung der Löhne und Gehälter mitgetragen. Für den Zeitraum 2019 bis 2024 wurde mit rund 27,8 Millionen Euro Landesmitteln ein finanzieller Rahmen geschaffen, in dem die HSB flexibel und in Abstimmung mit der NASA GmbH notwendige Sanierungsmaßnahmen der Infrastruktur vornehmen konnte. Aktuell wird die Finanzierung durch ein Vertragskonstrukt aus dem Rahmenvertrag über den Erhalt der Harzer Schmalspurbahnen GmbH, dem Verkehrsvertrag und der Vereinbarung über die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen gesichert.
Solides Jahr 2025, höhere Umsätze und klarer Zukunftskurs trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen
Dienstag, 10. März 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) blickt trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen auf ein insgesamt positives Jahr 2025 zurück. Zwar ging die Fahrgastnachfrage leicht zurück, zugleich erzielte das Unternehmen jedoch mit rund 15,5 Millionen Euro den höchsten Jahresumsatz seiner Geschichte, was einem Zuwachs von über 6 Prozent entspricht.
Insgesamt nutzten 1,12 Millionen Fahrgäste die Züge der HSB, ein Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Brockenbahn wurden 507.000 Reisende gezählt, was einem leichten Minus von 0,4 Prozent entspricht. Die geringere Nachfrage auf der am stärksten frequentierten Strecke ist vor allem auf äußere Einflüsse zurückzuführen: An 27 Tagen war aufgrund von Witterung und notwendigen Gleissanierungen gar kein Zugverkehr zum Brocken möglich, an weiteren 20 Tagen konnte das Angebot zumeist witterungsbedingt nur sehr eingeschränkt gefahren werden. Auf der Harzquerbahn waren 386.000 Fahrgäste unterwegs, ein Rückgang um 0,5 Prozent, auf der Selketalbahn fuhren 104.000 Gäste, was einem Rückgang von 3,7 Prozent entspricht.
Auch bei den Sonderzügen zeigte sich die eingeschränkte Verfügbarkeit des Fahrzeugparks. Hier wurden 21.000 Fahrgäste befördert, rund 22 Prozent weniger als im Vorjahr, da weniger Fahrten angeboten werden konnten. Stabil blieb hingegen das Interesse an der beliebten Veranstaltungsreihe „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach Goethe“: Rund 3.700 Gäste besuchten wie im Vorjahr die 18 Aufführungen des Spektakels.
Die neue Dampflokwerkstatt in Wernigerode bleibt ein wichtiger Baustein im Erlebniskonzept der HSB. Zwar sank die Zahl der Besucherinnen und Besucher um rund 12 Prozent auf 13.500, gleichzeitig stieg jedoch das Interesse an den fachlich betreuten Führungen durch den nicht-öffentlichen Werkstattbereich deutlich an. So wurden 25 Prozent mehr Führungen mit insgesamt 8 Prozent mehr Gästen durchgeführt, was zeigt, dass die HSB zunehmend als authentischer Lern- und Erlebnisort wahrgenommen wird.
Wirtschaftlich konnte sich das Unternehmen trotz in allen Bereichen weiter gestiegener Kosten positiv entwickeln. Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Jahr – auch infolge von zwei notwendigen Fahrpreisanpassungen – auf rund 15,5 Millionen Euro.
Genutzt wurde in den Zügen der HSB auch wieder das Deutschlandticket, das auf allen Strecken mit Ausnahme der Brockenbahn gilt. Im Jahr 2025 waren rund 223.000 Fahrgäste mit dem Ticket auf dem Schmalspurnetz unterwegs, überwiegend an den Wochenenden. Für etwa 1.200 Abonnentinnen und Abonnenten der HSB wurden über die INSA-App des Landes Sachsen-Anhalt insgesamt etwa 24.000 Deutschlandtickets ausgegeben.
Mit Blick nach vorn konzentriert sich die HSB im laufenden Jahr auf die Ausgestaltung und Präzisierung ihres Zukunftskonzepts, das aus dem im September vorgestellten Konsolidierungs- und Entwicklungskonzept hervorgegangen ist. Ein erstes zentrales Projekt ist dabei die Planung einer neuen Triebwagengeneration, bei der zunächst die künftige Antriebsart ermittelt wird. Ziel ist es, das Fahrtenangebot behutsam zu modernisieren und gleichzeitig wirtschaftliche und ökologische Anforderungen zu erfüllen.
Gleichzeitig bleibt der Erhalt des Gesamtnetzes sowie der Fortbestand des täglichen und touristisch wichtigen Dampfbetriebs klares Kernziel des Unternehmens. Die finanzielle Basis dafür ist verlässlich abgesichert: Das Land Sachsen-Anhalt setzt den Verkehrsvertrag in den Jahren 2026 und 2027 mit erhöhten Mitteln fort, auch der Verkehrsvertrag mit dem Freistaat Thüringen wird nahtlos weitergeführt. Zusammen mit der Finanzierung der neun kommunalen Gesellschafter bilden diese Vereinbarungen die Grundlage für den täglichen Verkehr auf dem europaweit größten, im Personenverkehr betriebenen zusammenhängenden Schmalspurnetz mit täglichem Dampflokverkehr und für die vielfältigen touristischen Aktivitäten der HSB im Harz.
Mit dieser Unterstützung und einem klaren Zukunftskurs bleibt die HSB ein verlässlicher Mobilitätspartner, ein starker touristischer Motor für die Region und eines der letzten großen Dampfabenteuer Europas.
Heute vor 20 Jahren: Streckenverlängerung nach Quedlinburg eröffnet
Mittwoch, 04. März 2026
Wernigerode – Der 4. März 2006 war ein sonniger und kalter Tag. Und er ließ für die Harzregion eine Vision Wirklichkeit werden: Ein Dampfzug der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) fuhr erstmals von Gernrode (Harz) in die Welterbestadt Quedlinburg. Das Streckennetz der HSB mit der Harzquer- und Brocken- sowie der Selketalbahn war damit auf nun insgesamt 140 km angewachsen.
Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Strecke, die nach Einstellung des Zugverkehrs auf der Trasse der regelspurigen Bahnstrecke von Quedlinburg nach Frose errichtet worden war, schrieb das kommunale Bahnunternehmen vor zwanzig Jahren Eisenbahngeschichte. Während andernorts Bahnstrecken stillgelegt wurden, entstand hier mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. Euro eine neue Bahnverbindung. Der erste Spatenstich für den Bau der Strecke war nur ein Jahr zuvor, am 18. April 2005, vom damaligen Verkehrsminister Sachsen-Anhalts Karl-Heinz Daehre im Bahnhof Gernrode (Harz) vorgenommen worden. Ein halbes Jahr später eröffnete die HSB dann bereits ihren neuen „Dampfladen No. 7“ in der Nähe des Quedlinburger Marktplatzes.
Trotz eisiger Temperaturen herrschte in Gernrode, Bad Suderode und Quedlinburg über den ganzen Eröffnungstag hinweg Volksfeststimmung. Bei strahlendem Wintersonnenschein säumten zehntausende Besucher die 8,5 km lange Neubaustrecke, um am Nachmittag den mit den historischen Mallet-Dampflokomotiven 99 5901 und 99 5902 bespannten Premierenzug von Gernrode nach Quedlinburg zu sehen. Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener hatten zuvor im Bahnhof Gernrode (Harz) den symbolischen Abfahrauftrag gegeben. Zum abendlichen Sonnenuntergang folgte dann noch ein weiterer Eröffnungs-Sonderzug, der mit den Dampflokomotiven 99 6001 und 99 5906 bespannt war.
Zu den Ehrengästen der Veranstaltung zählten an diesem Tag u. a. Prof. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, der Kultusminister des Landes Prof. Jan-Hendrik Olberts, Tatjana Hüffner, Bronzemedaillengewinnerin bei den kurz zuvor durchgeführten Olympischen Spielen in Turin und viele andere. Zu weiteren Höhepunkten der Feierlichkeiten in der Welterbestadt zählten am Abend dann noch die Durchfahrt eines Dampfzuges durch eine rot glühende Feuerstrecke sowie ein Höhenfeuerwerk über dem Quedlinburger Abendhimmel.
Der fahrplanmäßige Zugverkehr auf der neu gebauten Strecke wurde dann am 26. Juni 2006 aufgenommen.
Sommerfahrplan startet bereits ab dem 2. März
Freitag, 27. Februar 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) startet in diesem Jahr besonders zeitig in die touristische Hauptsaison. Bereits ab dem 2. März tritt der neue Sommerfahrplan in Kraft und gilt zunächst bis zum 31. August. Trotz Bauarbeiten bestehen dabei wieder attraktive Möglichkeiten, Natur- und Bahnerlebnisse miteinander zu verbinden.
Der veränderte Gültigkeitszeitraum ist Ausdruck eines wichtigen Infrastrukturprojekts: Mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Thüringen wird das Eisenbahnviadukt über die Bere bei Ilfeld umfassend saniert. Während der rund sechsmonatigen Bauphase ist der Streckenabschnitt zwischen Ilfeld Neanderklinik und Eisfelder Talmühle gesperrt. Für die ausfallenden Züge richtet die HSB einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein und sorgt damit weiterhin für eine zuverlässige Reisekette.
Auch der höchste Gipfel des Harzes, der Brocken, bleibt aus Richtung Südharz weiterhin erreichbar. Reisende aus Nordhausen sowie aus Niedersachswerfen und Ilfeld können um 10:33 Uhr ab Nordhausen über eine abgestimmte Verbindung mit Triebwagen, Bus und lokbespanntem Zug ans Ziel gelangen. Nach der Fahrt im Triebwagen bis Ilfeld erfolgt die Weiterreise per Ersatzverkehr nach Eisfelder Talmühle und von dort anschließend wieder per Bahn über Drei Annen Hohne auf den Brocken. Die Verbindung ermöglicht weiterhin einen vollständigen Tagesausflug mit Ankunft auf dem Gipfel um 13:31 Uhr und Rückkehr nach Nordhausen am Abend. Insgesamt verkehren täglich bis zu acht dampfbespannte Züge auf den höchsten Harzgipfel und garantieren das klassische Harzer Dampferlebnis.
Auf dem übrigen Streckennetz bleibt das touristische Angebot attraktiv. Zwischen Eisfelder Talmühle und Drei Annen Hohne verkehren drei Zugpaare, darunter weiterhin ein Dampfzug. Auch auf der Selketalbahn wird im Sommer täglich Dampf geboten: Von Montag bis Samstag verkehrt der Zug zwischen Quedlinburg und Straßberg (Harz), während er sonntags bis Hasselfelde und Eisfelder Talmühle verlängert wird und so zusätzliche Ausflugsmöglichkeiten eröffnet. Bei der sonntäglichen Rückfahrt ab Eisfelder Talmühle wird um 13:47 Uhr auch weiterhin die nicht nur bei Eisenbahnfreunden beliebte Doppelausfahrt mit dem Dampfzug nach Wernigerode geboten.
Neben der Viaduktsanierung nutzt die HSB die Sommermonate für weitere Modernisierungen im insgesamt 140,4 Kilometer langen Streckennetz. Dazu gehören Stellwerksarbeiten im Bereich Nordhausen in der ersten Märzhälfte sowie eine ca. einwöchige Streckensperrung zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne Mitte April wegen der Erneuerung des Bahnübergangs im Zuge der Straßenbauarbeiten an der Wernigeröder Westerntorkreuzung. Darüber sind hinaus sind Bauarbeiten an Bahnsteigen und Gleisen im Bahnhof Drei Annen Hohne von Juni bis September sowie eine notwendige und mehrwöchige Gleiserneuerung auf der Brockenstrecke ab September vorgesehen.
Alle wichtigen Informationen zu den jeweiligen Auswirkungen der genannten Baumaßnahmen auf den Zugverkehr hält die HSB auf ihrer Homepage www.hsb-wr.de unter der Rubrik Aktuelle Fahrplanänderungen tagesaktuell bereit. Während aller Maßnahmen stehen Ersatzangebote und alternative Reisemöglichkeiten zur Verfügung.
Mit den Investitionen verbinden die Harzer Schmalspurbahnen Tradition und Zukunft. Die Arbeiten sichern langfristig die Qualität und Zuverlässigkeit des Netzes, während Fahrgäste weiterhin authentischen Dampfbetrieb und eindrucksvolle Naturerlebnisse genießen können. Die HSB bieten damit schon früh im Jahr beste Voraussetzungen für unvergessliche Ausflüge durch den Harz.
Internationale Freundschaft auf dem Führerstand
Gastheizer aus Wales erneut im Harz im Einsatz
Freitag, 6. Februar 2026
Wernigerode – Seit gestern ist mit Caleb Lovegrove ein bekanntes Gesicht aus Wales wieder bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Einsatz. Der Dampflokheizer von der traditionsreichen Ffestiniog & Welsh Highland Railways (FHR) unterstützt noch bis zum kommenden Montag auf ausgewählten Zügen den Betrieb im Harz, bevor es Mitte der Woche zurück in seine walisische Heimat geht.
Gelernt ist gelernt: Caleb Lovegrove ist seit vielen Jahren als Freiwilliger und leidenschaftlicher Dampflokheizer bei der Ffestiniog & Welsh Highland Railways tätig und bringt seine umfangreiche Erfahrung nun erneut in den Harz mit ein. Für ihn ist es bereits der dritte Besuch bei der HSB – nach Einsätzen als Gastheizer in den Jahren 2024 und 2025 ist er auch 2026 wieder mit großer Begeisterung dabei.
Begleitet wird Caleb Lovegrove bei seinen Fahrten im Harz von HSB-Heizer Moritz Helmold, mit dem ihn eine private Freundschaft verbindet. Diese Freundschaft steht sinnbildlich für den lebendigen Austausch zwischen beiden Bahnen: Moritz Helmold war seinerseits bereits mehrfach als Gastheizer bei den Kollegen in Wales im Einsatz. Auch weitere Mitarbeiter aus dem Lokfahrdienst der HSB haben in jüngerer Zeit freundschaftliche Besuche bei der FHR absolviert.
Die Ffestiniog & Welsh Highland Railways, gegründet im Jahr 1832, ist die älteste Eisenbahngesellschaft der Welt. Aus privaten Kontakten entwickelte sich bereits Anfang der 2000er Jahre ein reger Austausch zwischen der HSB und der FHR. Seit 2006 verbindet beide Bahnen eine feste Partnerschaft mit dem Ziel, den Wissens- und Informationsaustausch in allen Fragen des Eisenbahn- und Tourismuswesens zum gegenseitigen Nutzen zu fördern. Mehrere gegenseitige Besuche mit mehrköpfigen Delegationen zeugen von dieser erfolgreichen Zusammenarbeit.
Eine lange gepflegte Tradition, die durch die Einschränkungen der Corona-Zeit leider unterbrochen wurde – nun aber wieder neu belebt wird: Bereits im April ist ein offizieller, mehrtägiger Besuch der HSB in Wales geplant. Mehrere Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen werden daran teilnehmen und damit die langjährige Partnerschaft mit frischem Leben füllen. Ein Zeichen gelebter internationaler Eisenbahnfreundschaft – auf und neben dem Führerstand.
Zukunftsweisende Bahnverbindung für Braunlage
Informationsveranstaltung in Braunlage
Dienstag, 29. Januar 2026
Wernigerode – In Braunlage fand am gestrigen Abend eine Informationsveranstaltung der EIN HARZ GmbH zur möglichen Anbindung der niedersächsischen Stadt an das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) statt. Zahlreiche Besucher aus Politik und Wirtschaft nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über das zukunftsweisende Projekt zu informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben den Zielen der Anbindung auch der notwendige Investitionsbedarf sowie die erwarteten politischen, wirtschaftlichen und touristischen Impulse für die gesamte Region. Als Gesprächspartner standen der Vorsitzende des HSB-Aufsichtsrates und Harzer Landrat Thomas Balcerowski, HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller sowie Braunlages Bürgermeister Wolfgang Langer zur Verfügung.
HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller stellte die Ergebnisse der zwischenzeitig abgeschlossenen Machbarkeitsstudie vor. Diese beleuchtet umfassend die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte des Projekts. Ein besonderer historischer Aspekt dabei: Die Stadt Braunlage ist seit Gründung der HSB im Jahre 1991 Gesellschafter des Unternehmens – bislang jedoch als einziger noch ohne direkten Anschluss an das Streckennetz. Der Braunlager Stadtrat hatte sich am 12. Juli 2022 einstimmig für eine Anbindung ausgesprochen. Auch die HSB-Gesellschafter unterstützten dieses klare Votum. Das kommunale Bahnunternehmen beauftragte daraufhin mit finanzieller Unterstützung der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, des Landkreises Harz, der Stadt Braunlage sowie der Braunlage Tourismus GmbH die DB Engineering & Consulting GmbH mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie.
Wie Katrin Müller erläuterte, verfolgt das Projekt vor dem Hintergrund des fortschreitenden Mobilitäts- und Klimawandels ambitionierte Ziele: Die Verkehrs- und Lebensqualität in der Region soll gesteigert, Umweltbelastungen durch den motorisierten Individualverkehr reduziert und das gesamte Verkehrssystem effizienter und wirtschaftlicher gestaltet werden. Technisch, so Müller weiter, sieht die Studie eine rund fünf Kilometer lange Neubautrasse vor, die südlich von Elend von der Harzquerbahn abzweigt, dann weitgehend parallel zur Bundesstraße 27 bis kurz vor Braunlage führt und nach Unterquerung der Bundesstraße in einem weiten Bogen zum zukünftigen Endbahnhof verläuft. Dieser soll in unmittelbarer Nähe der Talstation der Wurmbergseilbahn sowie des großen Parkplatzes entstehen – also zentrumsnah und optimal erreichbar. Geplant sind drei Gleise mit einer Gesamtlänge von ca. 135 Metern, um flexible Betriebsabläufe zu ermöglichen. Auch eine Wasserversorgung für Dampflokomotiven ist vorgesehen. Die Abzweigung bei Elend soll als Gleisdreieck ausgeführt werden, sodass jeweils direkte Verbindungen sowohl nach Wernigerode als auch nach Nordhausen möglich wären.
Auch Umweltaspekte wurden intensiv untersucht, da Teile der geplanten Trasse Naturschutzgebiete berühren. Die Studie zeigt jedoch, dass bei sorgfältiger Planung und entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen eine umweltverträgliche Umsetzung realisierbar ist.
Besonders erfreulich sind die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung: Der zukünftige Bahnbetrieb zwischen den beiden touristischen Schwergewichten Braunlage und Wernigerode – mit jeweils 1,4 bzw. 1,2 Millionen Übernachtungen pro Jahr – verspricht großes Potenzial. Je nach Szenario werden von 300.000 bis zu 400.000 Fahrgäste jährlich erwartet. Darüber hinaus werden positive Synergieeffekte für das gesamte HSB-Streckennetz prognostiziert. Ein abgestimmtes Betriebskonzept, das unter anderem den Einsatz moderner Triebwagen vorsieht, trägt zusätzlich zu den positiven Aussichten bei.
Die veranschlagten Baukosten für die neue Strecke liegen bei rund 42 Millionen Euro – eine Investition, die als wichtiger Impuls für nachhaltige Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und touristische Attraktivität der Region verstanden wird. Für die Umsetzung des Projekts wird beginnend von der Grundlagenermittlung und Vorplanung bis zum Abschluss der Bauarbeiten ein Zeitraum von ca. acht Jahren angesetzt.
Nicht zuletzt knüpft das Vorhaben auch an die Geschichte an: Braunlage verfügte bis 1963 mit der ebenfalls meterspurigen Südharzeisenbahn (SHE) bereits über einen Schienenanschluss. Die SHE war im Bahnhof Sorge bis 1945 sogar direkt mit der Harzquerbahn verbunden. Die geplante Anbindung könnte somit also auch ein bedeutendes Kapitel regionaler Eisenbahngeschichte neu aufschlagen.
Die Informationsveranstaltung machte deutlich: Die Vision einer Bahnverbindung nach Braunlage trifft auf großes Interesse und breite Unterstützung. Sie steht sinnbildlich für einen modernen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Harz – gut verbunden, lebenswert und stark für kommende Generationen.
Offizielle Übergabe der Bahnhofsgebäude in Alexisbad
Dienstag, 21. Januar 2026
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) hat heute die Stationsgebäude des Bahnhofs Alexisbad offiziell an den neuen Eigentümer übergeben. Käufer des Gebäudeensembles ist der Harzer Unternehmer und Investor Markus Hercher.
Zur Übergabe vor Ort, bei der auch Harzgerode Bürgermeister Marcus Weise anwesend war, begrüßte HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller den neuen Eigentümer am traditionsreichen Bahnhof im Selketal. Neben dem historischen Empfangsgebäude umfasst der Verkauf auch den hölzernen Anbau, in dem sich früher die Bahnhofsgaststätte befand, sowie den ehemaligen Güterschuppen.
Die HSB hatte die Veräußerung der seit Jahren weitgehend leerstehenden Gebäude gegen Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen. Der Kaufvertrag wurde im November 2025 unterzeichnet. Markus Hercher, der als Agrarinvestor und Autohausbesitzer überregional bekannt ist, plant eine umfassende Sanierung des gesamten Gebäudeensembles. Perspektivisch ist zudem eine gastronomische Nutzung vorgesehen, die dem Bahnhof Alexisbad neue Impulse verleihen soll.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Herrn Hercher einen engagierten Investor gefunden haben, der diesem geschichtsträchtigen Standort neues Leben einhauchen möchte“, erklärte HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller. „Nach vielen Jahren ohne erfolgreiche Nachnutzungsperspektive ist dies ein wichtiger Schritt für den Bahnhof und die touristische Entwicklung der Region.“
Die HSB hatte ihre Verkaufsstelle im Empfangsgebäude bereits Ende August 2014 geschlossen. Der Fahrkartenverkauf wurde dann zunächst vom gegenüberliegenden Hotel Habichtstein übernommen. Um den Erhalt der Bauten sicherzustellen, ließ die HSB in den vergangenen Jahren unter anderem das Dach des Empfangsgebäudes vollständig sanieren.
Der Bahnhof Alexisbad blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Er wurde am 1. Juli 1888 anlässlich der Freigabe der neuen Strecke der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE) zwischen Mägdesprung und Alexisbad in Betrieb genommen. Zunächst genügte ein kleines Dienstgebäude, doch mit der wenig später erfolgten Inbetriebnahme der hier von der Strecke Gernrode (Harz) – Harzgerode abzweigenden Strecke in Richtung Stiege und Hasselfelde entwickelte sich Alexisbad zu einem wichtigen Abzweigbahnhof. Das heutige Empfangsgebäude entstand in dieser Zeit.
Als größter Kreuzungsbahnhof und wichtiger touristischer Anlaufpunkt im Selketal spielte Alexisbad über Jahrzehnte eine bedeutende Rolle im regionalen Bahnverkehr und verfügte bis 1905 sogar über einen eigenen Lokschuppen. Auch schwere Zeiten prägten seine Geschichte: Beim verheerenden Hochwasser im April 1994 wurden die Gleisanlagen stark beschädigt, konnten jedoch bereits einen Monat später wieder in Betrieb genommen werden.
Mit der heutigen Übergabe beginnt nun ein neues Kapitel für den Bahnhof Alexisbad. Die geplante Sanierung und künftige Nutzung sollen dazu beitragen, den Standort langfristig zu erhalten und ihn wieder stärker in das touristische und kulturelle Leben des Selketals einzubinden.
Baubedingte Sperrungen im November
Dienstag, 28. Oktober 2025
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) nutzt auch in diesem Jahr wieder den schwächer frequentierten Monat November, um notwendige Instandhaltungsarbeiten auf ihrem Streckennetz durchzuführen.
So finden auf der beliebten Brockenbahn zwischen Schierke und dem Brocken in vier Wochenblöcken wichtige Gleissanierungsarbeiten statt. Daher verkehren jeweils montags bis donnerstags im Zeitraum vom 3. bis 6., vom 10. bis 13., vom 17. bis 20. sowie vom 24. bis 27. November auf dem genannten Abschnitt keine Züge. Darüber hinaus fahren vom 10. bis 13. sowie am 17. und 18. November aufgrund von Baumaßnahmen an einem Bahnübergang ebenfalls keine Züge zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne und Schierke. Ein Ersatzverkehr wird für den genannten Zeitraum nicht eingerichtet. Alternativ können die Busse der Linie 264 der Harzer Verkehrsbetriebe (HVB) genutzt werden. An allen übrigen Tagen im November (jeweils Freitag bis Sonntag) können die Fahrgäste jedoch weiterhin ohne Unterbrechung bis zum Brocken reisen. So bleiben die beliebten Wochenendausflüge mit dem Dampfzug auf den höchsten Berg des Harzes auch während der Bauzeit möglich.
Auch auf der gesamten Selketalbahn sowie der Harzquerbahn auf dem Abschnitt zwischen Ilfeld Neanderklinik und Drei Annen Hohne stehen wie in den Vorjahren wieder Wartungsarbeiten an. Vom 3. bis zum 27. November werden auf diesen Strecken daher keine Züge verkehren. Ersatzverkehre mit Bussen werden jeweils nicht eingerichtet. Alternativ können die bestehenden Linienbusverbindungen der HVB und der Verkehrsbetriebe Nordhausen (VBN) genutzt werden. Der Zugverkehr zwischen Nordhausen und Ilfeld Neanderklinik wird fahrplanmäßig durchgeführt.
Die Maßnahmen dienen dem langfristigen Erhalt des insgesamt 140,4 km umfassenden Gleisnetzes und der Verbesserung des Reisekomforts. Die HSB bittet ihre Fahrgäste für die notwendigen Maßnahmen und die dadurch entstehenden Einschränkungen um Verständnis. Aktuelle Informationen rund um die gesamte Angebotspalette sowie die angepassten Fahrpläne finden Reisende auf der HSB-Homepage unter www.hsb-wr.de.
Ticketpreise werden ab dem 8. Oktober angepasst
Dienstag, 30. September 2025
Wernigerode – Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Kosten in allen Geschäftsbereichen passt die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal ihre Fahrpreise an. Ab dem 8. Oktober werden dabei die Preise für alle Fahrtangebote auf dem Gesamtnetz angehoben.
Im Zuge der unvermeidbaren Maßnahme erhöht die HSB ab Beginn des kommenden Monats den für alle Stationen im 140,4 km umfassenden Streckennetz einheitlich geltenden Sondertarif zum Brocken. Dabei wird der Preis für die einfache Fahrt zum höchsten Berg des Harzes um fünf Euro auf einheitlich 43 Euro angehoben, für Hin- und Rückfahrten steigt der Preis um acht Euro auf 65 Euro. Beibehalten wird die Vergünstigung für Reisende, die nachmittags zum Gipfel fahren möchten. Sie bezahlen ab dem 8. Oktober 55 Euro für die Hin- und Rückfahrt, bislang waren es 47 Euro.
Angehoben werden auch die Preise für die Mehrtageskarten und alle weiteren Angebote, welche Fahrten zum höchsten Harzgipfel miteinschließen. So wird der Preis für die auf dem Gesamtnetz gültige MiniGruppenCard für maximal zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern um vier Euro auf 139 Euro angehoben. Die Karte bietet bereits bei einem mitreisenden Kind zwischen 6 und 14 Jahren eine Ermäßigung gegenüber dem Erwerb von Einzelfahrkarten. Bei weiteren mitreisenden Kindern fällt die Ersparnis umso höher aus. Die Preise für die 3- und 5-Tagekarten, die für beliebig viele Fahrten auf dem Gesamtnetz gültig sind, werden um sechzehn Euro auf 130 Euro bzw. um vierundzwanzig Euro auf 195 Euro angehoben.
Für Reisende, die Fahrten auf den landschaftlich ebenfalls sehr reizvollen Strecken der Harzquer- und Selketalbahn unternehmen möchten, bleibt es bei den entfernungsabhängigen Ticketpreisen. Der zugrunde liegende Tarif pro gefahrenen Kilometer wird jedoch um zehn Cent anhoben, wodurch auch hier die Fahrpreise größtenteils steigen. Beibehalten werden ebenfalls die vergünstigten Angebote für Fahrten außerhalb des Abschnitts zwischen Schierke und dem Brocken. So gibt es auch weiterhin den attraktiven Familientarif für zwei vollzahlende Erwachsene mit einem Aufschlag von lediglich zwei Euro für bis zu drei Kinder. Angehoben wird dagegen der Preis für das beliebte Kurzurlaubsticket, das an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf der Harzquer- und Selketalbahn gilt. Anstelle von bisher 47 Euro kostet das Ticket ab dem 8. Oktober nun 53 Euro. Kinder zwischen 0 und 5 Jahren fahren nach wie vor auf dem gesamten Streckennetz entgeltfrei.
Tickets und Informationen zu allen Angeboten rund um die Harzer Schmalspurbahnen sind auf der Homepage der HSB unter www.hsb-wr.de sowie in allen Verkaufsstellen und Dampfläden erhältlich.
"Tag der Schiene" am 20. September bei den Harzer Schmalspurbahnen
Mittwoch, 17. September 2025
Wernigerode – Am kommenden Samstag präsentiert die deutsche Bahnbranche beim „Tag der Schiene“ wieder ihre gesamte Vielfalt, um insbesondere bei den Menschen auf sich aufmerksam zu machen, die sonst eher weniger mit dem Schienenverkehr zu tun haben. Neben bundesweit verschiedensten Veranstaltungen bei Verkehrsunternehmen, Verbänden, Vereinen und sonstigen Institutionen wird sich auch die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) an den Aktionen beteiligen.
So können Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt zwischen 10:00 und 17:00 Uhr von der Besuchergalerie aus einen spannenden Blick in die neue Dampflokwerkstatt werfen. Für die kleinen Gäste sorgt auf dem Außengelände der Lok-Spielplatz mit Lernspielwänden, Kletterelementen und weiteren Attraktionen für strahlende Augen. Spannende Einblicke hinter die Kulissen der neuen Dampflokwerkstatt geben auch die insgesamt drei Führungen um 10:30, 13:00 und 14:15 Uhr, welche die HSB an diesem Tag anbietet. Der Preis für Erwachsene beträgt 14 Euro, Anmeldungen sind ab sofort unter 03943/558-151 oder www.hsb-wr.de möglich.
Ein besonderes Highlight ist die um 12:00 Uhr in der neuen Dampflokwerkstatt stattfindende Buchpräsentation „Mythos Brockenloks – Die Baureihe 99.23–24“, bei welcher der Autor Dirk Endisch anlässlich des diesjährigen Jubiläums „70 Jahre Brockenlok“ sein neues Werk vorstellt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, ein von ihm handsigniertes Exemplar zu erwerben.
Auch auf der Schiene wird auf den bundesweiten Aktionstag hingewiesen. So wird ein Dampfzug der Brockenbahn ganztägig mit einem speziellen Lokschild geschmückt.
Die HSB ist bereits zum vierten Mal beim deutschlandweiten „Tag der Schiene“ dabei und freut sich darauf, Besucherinnen und Besuchern die Faszination Dampflok näherzubringen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und einen erlebnisreichen Tag voller Eisenbahnromantik zu genießen.
HSB stellt Ergebnisse des Entwicklungs- und Konsolidierungskonzepts vor
Dienstag, 2. September 2025
Wernigerode – Heute präsentierten Katrin Müller, Geschäftsführerin der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), sowie Thomas Balcerowski, HSB-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Harzkreises, in Wernigerode die Ergebnisse des jüngst fertiggestellten Entwicklungs- und Konsolidierungskonzepts zur Zukunft des Unternehmens. Erarbeitet wurde das mehrere hundert Seiten umfassende Konzept von der renommierten Beratungsfirma SCI Verkehr GmbH aus Köln.
Anlass für die Konzepterstellung war, dass die HSB in den letzten Jahren durch stark gestiegene Kosten in verschiedenen Bereichen zunehmend vor erhebliche finanzielle Herausforderungen gestellt worden war und die Situation sich im vergangenen Jahr zuspitzte. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen als Aufgabenträger für den Nahverkehr sowie die kommunalen HSB-Gesellschafter reagierten darauf mit zusätzlichen finanziellen Hilfen – verbunden mit der Erwartung, dass die HSB ein nachhaltiges Konzept für ihre Zukunft entwickelt.
Die nun vorliegenden Ergebnisse der seit Januar 2025 laufenden Untersuchungen wurden zunächst am 31. Juli den Vertretern der zuständigen Ministerien in Sachsen-Anhalt und Thüringen vorgestellt und am 28. August den Gesellschaftern sowie dem Aufsichtsrat präsentiert. Am heutigen Tag informierte Katrin Müller auch die Mitarbeitenden der HSB bei einer eigens dafür einberufenen Versammlung.
Zentrale Ziele: Tradition bewahren – Zukunft gestalten
Im Mittelpunkt der Analysen stand in erster Linie die rein wirtschaftliche Betrachtung des Status Quo des Unternehmens mit dem Ziel, Maßnahmen zur Kostenbegrenzung wie zur Erlös- und Effizienzsteigerung zu entwickeln und Wege zur organisatorischen Weiterentwicklung aufzuzeigen. Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf dem Erhalt des 140,4 km umfassenden Streckennetzes, der Sicherung des touristisch wichtigen Dampfbetriebs, der Weiterentwicklung des HSB-Angebots als moderner Schienenpersonennahverkehr, der verlässlichen und effizienten Durchführung des Betriebes sowie auf der Steigerung von Reisekomfort und Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Digitalisierung und moderne Technologien werden auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. So wurde die bereits angestrebte Umrüstung der noch betriebsfähig zu erhaltenden historischen Fahrzeuge auf umweltfreundlichere Antriebe, wie beispielsweise die Leichtölfeuerung bei den Dampflokomotiven, in die Untersuchungen einbezogen. Darüber hinaus wurde anhand verschiedener Szenarien aber auch untersucht, unter welchen finanziellen Voraussetzungen ein Weiterbetrieb des Gesamtnetzes oder nur von Teilstrecken möglich ist.
Klarer Fahrplan für Investitionen und Modernisierung
Die Ergebnisse der gründlich in die Tiefe durchgeführten Analysen belegen in Summe, dass sich bei der HSB in den vergangenen Jahren erhebliche Investitions- und Instandhaltungsrückstände aufgehäuft haben – insbesondere bei der Infrastruktur und den Fahrzeugen. Für die nächsten zehn Jahre wird hier ein Sanierungs- und Modernisierungsbedarf in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Die Handlungsempfehlungen von SCI Verkehr geben der HSB dabei neben strategischen Ausrichtungen auch einen klaren Zukunftskurs:
* Sanierung des Streckennetzes einschließlich aller dazugehörigen Bauwerke und technischer Anlagen
* Anschaffung einer neuen Fahrzeuggeneration in Form von Triebwagen mit alternativen Antrieben,
* Modernisierung der zu erhaltenden Dampf- und Diesellokomotiven sowie der historischen Wagen
* Neubau einer erweiterten Werkstatt für die Instandhaltung der künftigen Triebwagen,
* Umsetzung von Übergangsfahrplänen, bis die Modernisierungsmaßnahmen greifen.
Ein zentrales Element ist die notwendige Modernisierung der Werkstattinfrastruktur, da die bestehende Fahrzeugwerkstatt für die Instandhaltung einer neuen Fahrzeuggeneration nicht geeignet ist. Positiv hervorzuheben ist: Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen – die HSB bleibt ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region.
Nächste Schritte: Gemeinsam in die Zukunft
Die nun vorliegenden Ergebnisse bilden die Grundlage für die kommenden Gespräche mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den Gesellschaftern und Aufsichtsräten der HSB. Die anstehenden zukunftsweisenden Entscheidungen hängen maßgeblich von den künftigen Finanzierungsmöglichkeiten ab.
„Mit dem vorliegenden Konzept haben wir nun eine klare Orientierung, wie wir die HSB fit für die kommenden Jahrzehnte machen können – wirtschaftlich tragfähig, technisch modern und zugleich traditionsbewusst“, betonte Geschäftsführerin Katrin Müller.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Balcerowski ergänzte: „Die HSB ist weit mehr als nur ein Verkehrsmittel – sie ist ein Stück lebendige Kultur und ein bedeutender Tourismusfaktor im Harz. Mit den jetzt vorgestellten Maßnahmen legen wir die Basis, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.“
Temporäre Fahrplananpassung vom 13. bis 22. August
Freitag, 8. August 2025
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) muss aufgrund
eines kurzfristigen personellen Engpasses beim Stellwerkspersonal in der Zeit vom 13. bis 22. August ihr
Fahrtenangebot vorübergehend anpassen. Die für die Durchführung der Fahrten
erforderliche Zugleitung kann in diesen Tagen ab dem späten Nachmittag nicht
besetzt werden. Trotz dieser Einschränkung ist es Ziel der HSB, die
Mobilitätsbedürfnisse ihrer Fahrgäste bestmöglich zu erfüllen.
Die Brockenbahn bleibt auch während des angepassten Fahrplans ein attraktives Ausflugsziel: Der höchste Gipfel des Harzes ist weiterhin sechs Mal am Tag erreichbar. Die erste Fahrt startet um 9:00 Uhr ab Wernigerode, die letzte Bergfahrt erfolgt um 14:00 Uhr ab Wernigerode bzw. um 15:10 Uhr ab Drei Annen Hohne. Die letzte Talfahrt vom Brocken ist um 16:19 Uhr vorgesehen. Lediglich zwei spätnachmittägliche Dampfzugverbindungen zum höchsten Berg des Harzes können im genannten Zeitraum nicht verkehren.
Auch auf dem übrigen Streckennetz sind die Auswirkungen der Fahrplananpassung nur gering. So entfällt auf der Harzquerbahn die morgendliche Triebwagenverbindung von Wernigerode nach Schierke und zurück. Darüber hinaus verkehrt die abendliche Triebwagenfahrt von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle und zurück nicht. Für diese Verbindungen richtet die HSB jedoch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein, um die Mobilität ihrer Fahrgäste auch weiterhin zu gewährleisten. Der aktuell gültige Sommerfahrplan des kommunalen Bahnunternehmens wird im angegebenen Zeitraum ansonsten ohne Einschränkungen durchgeführt.
Alle Informationen zum vorübergehend angepassten Fahrplan sind online unter www.hsb-wr.de abrufbar. Die HSB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für diese zeitlich begrenzte Maßnahme und dankt für das Vertrauen.
Neue Auszubildende starten bei der HSB ins Berufsleben
Freitag, 1. August 2025
Wernigerode – Am heutigen Tag haben wieder sechs junge Menschen ihre Berufsausbildung bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) in Wernigerode begonnen. Sie werden in den kommenden Jahren als Industriemechaniker, Kaufmann für Verkehrsservice sowie Gleisbauer ausgebildet. Ein weiterer junger Mann wird darüber hinaus als Dualstudent der Betriebswirtschaftslehre die kaufmännischen Praxisgrundlagen bei der HSB studienbegleitend erlernen.
Das kommunale Bahnunternehmen blickt auf eine mittlerweile 28-jährige Lehrtradition zurück und ist regional wie überregional für seine fundierten und praxisnahen Ausbildungen bekannt. So konnten auch in diesem Jahr wieder junge Menschen aus anderen Bundesländern für die HSB begeistert werden – unter anderem aus Heilbad Heiligenstadt in Thüringen, aus Berlin sowie aus den niedersächsischen Städten Braunlage und Bad Nenndorf. Die beiden weiteren Berufsstarter kommen aus Derenburg und Wernigerode.
Jannis Gabauer, Eric Golze, Tim Justin Horst, Oskar Kral, Benedikt Lockemann, Lukas Villbrandt und Leo Weste freuten sich heute bei der offiziellen Begrüßung am Wernigeröder Hauptbahnhof bereits auf die kommende Lehrzeit bei der HSB. Die künftigen Fachkräfte erwartet eine vielseitige Ausbildung in einem Unternehmen, das historisches Flair mit moderner Technik auf einzigartige Weise verbindet. Ein erstes Highlight für die jungen Nachwuchskräfte ist am 4. August die traditionelle Begrüßungstour durch das 140,4 km umfassende Streckennetz, bei der sie gemeinsam mit ihren Ausbildern und dem Eisenbahnbetriebsleiter Norman Just den Betrieb näher kennenlernen werden.
Zurzeit beschäftigt die HSB insgesamt 303 Mitarbeitende, darunter zwanzig Auszubildende in vier verschiedenen Berufsbildern. Besonders hervorzuheben ist die mittlerweile zweite Ausbildung eines Gleisbauers – ein wichtiger Schritt zur Fachkräftesicherung auch im Bereich der Infrastruktur.
Seit 1997 haben bereits 92 junge Menschen ihre Ausbildung bei der HSB erfolgreich abgeschlossen – viele von ihnen sind dem Unternehmen bis heute treu geblieben. Auch für das Jahr 2026 sind wieder Ausbildungsplätze geplant. Interessierte können ihre Bewerbungsunterlagen ab sofort einreichen. Weitere Informationen zu Karrierechancen und Jobangeboten hält HSB auf ihrem neuen Onlineportal unter www.hsb-karriere.de bereit.
Kurzfristige Fahrplanänderung
Vom 14. bis 27. Juli gilt vorübergehend ein eingeschränktes Fahrtenangebot
Wernigerode – ie Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) passt ihr Fahrtenangebot im Zeitraum vom 14. bis 27. Juli vorübergehend an. Grund hierfür ist ein kurzfristiger personeller Engpass, der eine temporäre Fahrplanänderung erforderlich macht.
Von den Anpassungen sind überwiegend die frühen und abendlichen Zugverbindungen im gesamten Streckennetz betroffen. Ziel ist es, den Kernbetrieb weiterhin zuverlässig aufrechtzuerhalten und dabei die Interessen der Fahrgäste bestmöglich zu berücksichtigen.
Brockenbahn und nördliche Harzquerbahn:
Auf dem Weg zum Brocken wird es im genannten Zeitraum zwei Dampfzug-Fahrtenpaare weniger geben. Der höchste Harzgipfel bleibt dennoch weiterhin sechsmal täglich erreichbar. Der erste Zug startet um 9:00 Uhr in Wernigerode, die letzte Bergfahrt beginnt um 14:00 Uhr in Wernigerode bzw. um 15:10 Uhr in Drei Annen Hohne. Die letzte Talfahrt vom Brocken erfolgt um 16:19 Uhr. Die morgendliche Triebwagenverbindung zwischen Wernigerode und Schierke sowie die Fahrten um 17:25 Uhr von Wernigerode nach Nordhausen und um 17:22 Uhr von Eisfelder Talmühle nach Wernigerode entfallen.
Südliche und mittlere Harzquerbahn:
Auch hier kommt es zu Änderungen im Früh- und Spätverkehr: Die morgendlichen und abendlichen Verbindungen für Berufspendler zwischen Nordhausen, Niedersachswerfen und Ilfeld entfallen. Der erste Zug verlässt Nordhausen montags bis freitags erst um 8:54 Uhr, samstags bis sonntags um 9:54 Uhr. In der Gegenrichtung startet montags bis freitags der erste Zug um 9:57 Uhr in Ilfeld Neanderklinik, an den beiden Wochenendtagen dagegen erst um 10:57 Uhr. Die letzte Zugfahrt von Nordhausen nach Ilfeld verlässt die nordthüringische Kreisstadt im genannten Zeitraum bereits um 16:54 Uhr. In der Gegenrichtung fährt montags bis freitags der letzte Zug um 17:57 Uhr von Ilfeld Neanderklinik nach Nordhausen, an den Wochenenden bereits eine Stunde früher. Der beliebte tägliche Dampfzug von Nordhausen nach Wernigerode und zurück ist von den vorübergehenden Anpassungen nicht betroffen und verkehrt zu den gewohnten Zeiten.
Selketalbahn:
Auch im Selketal kommt es zu punktuellen Änderungen: So entfällt die morgendliche Triebwagenverbindung um 7:46 Uhr von Gernrode nach Straßberg und von dort um 8:56 Uhr zurück nach Gernrode, ebenso die abendliche Triebwagen-Verbindungen um 18:26 Uhr von Hasselfelde nach Nordhausen, um 17:15 Uhr von Eisfelder Talmühle nach Gernrode und um 17:22 Uhr von Eisfelder Talmühle nach Elend. Der tägliche Dampfzug von Gernrode über Stiege nach Eisfelder Talmühle und zurück über Hasselfelde nach Gernrode verkehrt dagegen fahrplanmäßig und ohne Einschränkungen.
Schienenersatzverkehr und Informationen:
Für die entfallenden Zugverbindungen wird teilweise ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, um die Mobilität der Fahrgäste auch weiterhin sicherzustellen. Alle wichtigen Informationen hierzu sowie zum angepassten Fahrplan sind ab sofort auf der Homepage der Harzer Schmalspurbahnen abrufbar. Die HSB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die vorübergehend erforderliche Maßnahme.
"Selketalpass" ab dem 1. Juli auch für Urlauber in Ballenstedt gültig
Wernigerode – Für die Übernachtungsgäste der Stadt Ballenstedt hält die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ein neues Erlebnisangebot bereit: Ab dem 1. Juli können sie mit dem „Selketalpass“ kostenlos alle fahrplanmäßigen Züge auf der Selketalbahn nutzen.
Die HSB erweitert damit ihre touristische Kooperation, die im Sommer 2023 gemeinsam mit der Stadt Harzgerode ins Leben gerufen wurde, um die Region Selketal touristisch zu stärken und gleichzeitig die Akzeptanz des Gästebeitrags zu fördern. Im vergangenen Jahr wurde das Angebot dann auch auf die Gäste der Stadt Falkenstein/Harz ausgeweitet. Der „Selketalpass“ wird bislang jährlich von rund sechstausend Gästen genutzt.
Ab kommendem Monat können nun auch die Übernachtungsgäste der Stadt Ballenstedt während ihres Aufenthalts beliebig viele freie Fahrten auf der Selketalbahn unternehmen. Ein extra Fahrausweis für die Züge zwischen Quedlinburg, Gernrode, Alexisbad, Stiege, Hasselfelde und Eisfelder Talmühle wird nicht benötigt, die Nutzung ist bereits im Gästebeitrag enthalten. Mit Wirkung zum 1. Juli hatte die Stadt Ballenstedt hierfür ihre Gästebeitragssatzung angepasst.
Die landschaftlich reizvolle Selketalbahn durchquert den bei Wanderern besonders beliebten Unterharz, der Urlaubern mit seinen urwüchsigen Mischwäldern, Bergkuppen und Hochflächen Ruhe und Erholung abseits der großen Ströme bietet. Als älteste Schmalspurbahn des Harzes führt die Selketalbahn teilweise entlang der namensgebenden Selke und gilt als die romantischste Strecke im 140,4 km umfassenden Gleisnetz der Harzer Schmalspurbahnen.
Ab dem 1. Juli erhöhtes Bußgeld bei Verstößen gegen das Rauchverbot
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) verschärft ab dem 1. Juli konsequent ihr Vorgehen bei Verstößen gegen das Rauchverbot: Das bislang geltende Bußgeld in Höhe von 60 Euro wird auf 250 Euro angehoben. Mit dieser deutlichen Maßnahme will das kommunale Bahnunternehmen ein klares Zeichen setzen und bewusst vor Verstößen abschrecken.
Das Rauchverbot gilt sowohl in allen Zügen der HSB als auch auf deren Bahnsteigen. Es umfasst nicht nur den Genuss von Tabakwaren, sondern auch die Verwendung feuerloser E-Zigaretten aller Art. Auf das Rauchverbot und die Konsequenzen bei Zuwiderhandlungen wird in den Zügen und auf den Bahnsteigen sowohl mit Durchsagen als auch durch gut sichtbare Aushänge und Plakate hingewiesen. Die Einhaltung wird zudem fortlaufend durch das Zugbegleitpersonal überwacht. Auf der Brockenbahn zwischen Drei Annen Hohne und dem Brocken sind darüber hinaus Security-Kräfte im Einsatz, die die Einhaltung des Rauchverbots zusätzlich kontrollieren.
Die spürbare Erhöhung des Bußgeldes dient vor allem auch als weitere Präventionsmaßnahme zur Vermeidung von Wald- und Vegetationsbränden entlang des über 140 Kilometer langen Streckennetzes der HSB im Harz. Auch technisch setzt das kommunale Bahnunternehmen auf Prävention. So sind die Dampflokomotiven der HSB mit einer Vielzahl an Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, die in den zurückliegenden Monaten noch einmal verstärkt wurden und deren Funktionsfähigkeit regelmäßig streng überwacht wird.
Mit dem Maßnahmenpaket unterstreicht die HSB ihre Verantwortung für den Brandschutz und die Sicherheit ihrer Fahrgäste – und appelliert eindringlich an alle Reisenden, das Rauchverbot konsequent zu beachten.
Baubedingte Streckensperrung zwischen Gernrode und Quedlinburg
Wernigerode – Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten an zwei Bahnübergängen in Quedlinburg stellt die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ihren Zugverkehr zwischen Gernrode (Harz) und Quedlinburg vom 16. Juni bis zum 9. August vorübergehend ein. Das Unternehmen richtet in diesem Zeitraum einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.
Die Baumaßnahmen betreffen die Bahnübergänge in der Stresemannstraße und im Gernröder Weg. In diesem Bereich werden neue Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Gas verlegt und die bestehenden Versorgungsleitungen vollständig erneuert. Im Zuge der Arbeiten werden ebenfalls die Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG sowie der HSB an beiden Bahnübergängen saniert, wodurch hier kein Zugverkehr stattfinden kann. Die bauvorbereitenden Maßnahmen laufen bereits seit Anfang dieses Monats.
Während der Sperrung verkehren zwischen Gernrode (Harz) und Quedlinburg Busse im Schienenersatzverkehr. Die Ersatzhaltestellen sind vor Ort an den Bahnstationen ausgeschildert. Die Anschlüsse zwischen den Bussen und den planmäßigen Zügen der HSB werden in Gernrode (Harz) sichergestellt. Der Zugverkehr von und nach Gernrode (Harz) in bzw. aus Richtung Harz findet uneingeschränkt nach Fahrplan statt. Das Fahrtenangebot auf dem übrigen Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen ist von den Änderungen ebenfalls nicht betroffen.
Die Geschäftsleitung der HSB bittet ihre Fahrgäste für die während der Bauzeit entstehenden Unannehmlichkeiten um Verständnis. Alle Informationen zum Fahrplan sowie zu den Fahrzeiten des Schienenersatzverkehrs sind telefonisch unter 03943/558-0 sowie auf der Internetseite der Harzer Schmalspurbahnen unter www.hsb-wr.de erhältlich.
Am Kindertag Gratisfahrten für die Kleinsten
Wernigerode – Anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni erwartet die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) auch in diesem Jahr wieder die jüngsten Fahrgäste mit einer besonderen Aktion: Alle Kinder im Alter bis einschließlich 14 Jahren fahren an diesem Tag auf dem gesamten über 140 km umfassenden Streckennetz der Brocken-, Harzquer- und Selketalbahn kostenfrei. Benutzt werden können alle fahrplanmäßig verkehrenden Züge.
Den aktuellen Fahrplan der HSB gibt es auf der Homepage hier im Internet auf www.hsb-wr.de bzw. telefonische Auskünfte unter Telefon 03943/558-0.
Sommerfahrplan tritt ab dem 25. April in Kraft
Wernigerode – Am 25. April beginnt bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) der diesjährige Sommerfahrplan. Er ist bis zum 2. November gültig und umfasst auf Grundlage der Verkehrsverträge mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder ein umfangreiches Fahrtenangebot auf dem 140,4 km langen Streckennetz. Im Vergleich zu den Vorjahren sind jedoch Änderungen vorgesehen.
Wie gewohnt wird der Brocken ab Drei Annen Hohne wieder achtmal täglich angesteuert, wobei neben den bekannten Dampfzügen zwei nachmittägliche Fahrtenpaare mit einer Diesellokomotive bespannt werden. Neu ist in diesem Jahr der durchgehende Dampfzug auf der Harzquerbahn von Nordhausen nach Wernigerode. Die tägliche Fahrt startet um 10:33 Uhr in der nordthüringischen Kreisstadt und erreicht Wernigerode um 13:16 Uhr. Ab Wernigerode geht es um 14:54 Uhr zurück. Die direkte Verbindung von Nordhausen zum Brocken entfällt dafür, der Dampfzug hat aber in Drei Annen Hohne Anschluss zu einem dort beginnenden Zug zum Brocken mit Ankunft um 13:41 Uhr. Auch vom höchsten Gipfel des Harzes gibt es einen Zug mit Anschluss nach Nordhausen um 14:51 Uhr. Wer sich länger auf dem Gipfel aufhalten will, kann um schon 7.54 Uhr in Nordhausen starten und erreicht den Brocken um 10.49 Uhr oder fährt erst um 17:11 Uhr ab Brockenbahnhof ab mit Ankunft um 20:13 Uhr in Nordhausen. Bei diesen beiden Alternativverbindungen fährt zwischen Nordhausen und Drei Annen Hohne ein Triebwagen. Von Nordhausen bestehen nachmittags zwischen 14:54 und 16:54 Uhr halbstündlich Fahrtmöglichkeiten nach Ilfeld Neanderklinik. Mit der künftig täglichen Abfahrt um 15:29 Uhr ab Eisfelder Talmühle Richtung Nordhausen besteht eine gute Rückfahrtmöglichkeit für Wanderer.
Neu ist im kommenden Sommerfahrplan auch ein morgendliches Triebwagen-Fahrtenpaar um 8:35 Uhr von Wernigerode nach Schierke und zurück. Bei der Rückfahrt um 9:35 Uhr ab Schierke besteht in Drei Annen Hohne Anschluss an einen weiteren Triebwagen in Richtung Nordhausen. Neu ist ebenfalls eine direkte Dampfzugverbindung am Nachmittag von Eisfelder Talmühle über Benneckenstein, Sorge und Elend zum Brocken. Besonderes Highlight ist hierbei für Eisenbahnfreunde die parallele Ausfahrt aus dem Bahnhof Eisfelder Talmühle mit dem Dampfzug in Richtung Selketal. Für Reisende zum höchsten Harzgipfel verkehrt an ausgewählten Terminen ab Wernigerode zusätzlich noch der historische Traditionszug der HSB. Weitere Sonderfahrten bietet das Unternehmen zudem auf dem gesamten Streckennetz an.
Änderungen wird es ab dem 25. April auch auf der Selketalbahn geben. Gesperrt wird hier die Teilstrecke von Alexisbad nach Harzgerode. Auf dem genannten Abschnitt stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, die aus finanziellen Gründen voraussichtlich nicht mehr im laufenden Jahr vorgenommen werden können. Für die komplett entfallenden Zugfahrten werden keine Ersatzverkehre angeboten. Alternativ können zwischen Alexisbad und Harzgerode die Buslinien 242 und 254 der Harzer Verkehrsbetriebe (HVB) genutzt werden.
Der Dampfzug der Selketalbahn startet ab Fahrplanwechsel täglich um 11:00 Uhr in Gernrode (Harz) und fährt zunächst in die Welterbestadt Quedlinburg. Von dort geht es um 11:30 Uhr über Alexisbad und Stiege nach Eisfelder Talmühle, wo Anschluss an den direkten Dampfzug zum Brocken besteht. Die nachmittägliche Rückfahrt führt anschließend über Stiege, Hasselfelde und Alexisbad wieder nach Quedlinburg, wo der Dampfzug um 17:29 Uhr eintrifft. Die anschließende Rückfahrt endet um 18:04 Uhr in Gernrode (Harz). Alle weiteren Zugfahrten auf der Selketalbahn werden mit Triebwagen durchgeführt, die sich gut mit der Dampfzugfahrt zu Ausflügen kombinieren lassen.
Auf ihrer Homepage hält die HSB nähere Informationen zum neuen Sommerfahrplan, allen weiteren Angeboten sowie eine elektronische Fahrplanauskunft bereit. Informationen gibt es auch telefonisch unter 03943/ 558-0 sowie in allen Verkaufsstellen der HSB. Zusätzlich sind Fahrplanauskünfte auch über www.insa.de erhältlich.
Neues Karriereportal der Harzer Schmalspurbahnen ist ab sofort online
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) schlägt ein neues Kapitel in ihrer Unternehmenskommunikation auf. Ab sofort ist unter www.hsb-karriere.de das neue Karriereportal des Bahnunternehmens online.
Die moderne Website bietet nicht nur einen umfassenden Überblick über aktuelle Stellenangebote, sondern stellt die HSB erstmals auch gezielt als attraktiven Arbeitgeber in der Region vor. Mit dem Launch der Plattform setzt die HSB ein klares Zeichen: „Wir wollen nicht mehr ausschließlich als touristisches Unternehmen wahrgenommen werden. Die HSB ist ein bedeutender Arbeitgeber im Harz mit vielfältigen, spannenden Berufsbildern – von Technik bis Tourismus, von Verwaltung bis Fahrdienst“, erklärt HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller.
Die neue Karriereseite ist durch ein frisches, zeitgemäßes Design, emotionale Bildwelten und eine übersichtliche Struktur gekennzeichnet. Nutzerinnen und Nutzer finden auf einen Blick alle offenen Positionen, können sich unkompliziert bewerben und auch mobil schnell Kontakt aufnehmen. Besonders hervorzuheben ist die direkte Vernetzung mit der touristischen Hauptseite www.hsb-wr.de, um eine nahtlose Benutzererfahrung für alle Interessierten zu schaffen.
Mit dem Portal möchte die HSB ihre Arbeitgebermarke weiter stärken und sich als moderner, zukunftsorientierter Betrieb präsentieren. Die neue Seite richtet sich zum einen an potenzielle Auszubildende und spricht diese zielgruppenorientiert mit „Jugendsprache“ an. Zum anderen wendet sie sich insbesondere auch an Fachkräfte und Quereinsteigerinnen und -einsteiger, welche die einzigartige Welt der Schmalspurbahnen hautnah erleben und mitgestalten möchten.
„Wir freuen uns sehr über diesen Schritt und laden alle Interessierten ein, sich ein Bild von der HSB als Arbeitgeber zu machen – online oder gern auch persönlich“, so Müller weiter.
Weitere Informationen und alle aktuellen Stellenangebote finden Sie ab sofort unter www.hsb-karriere.de.
Ticketpreise werden zum 1. März angepasst
Wernigerode – Auch in diesem Jahr passt die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ihre Tarife weiter an die wirtschaftliche Entwicklung an. Zum 1. März werden dabei nicht nur die Preise für alle Fahrtangebote zum Brocken erhöht, auch die Preise auf der Harzquer- und Selketalbahn werden teilweise angehoben.
Die Aufwendungen in allen Bereichen der HSB sind auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Daher ist für auch in diesem Jahr eine Anhebung der Fahrpreise unvermeidbar. In der Folge wird der für alle Stationen im 140,4 km umfassenden Streckennetz einheitlich geltende Sondertarif zum Brocken ab dem 1. März für alle Hin- und Rückfahrten um zwei Euro angehoben. Diese kosten zukünftig nun 57 Euro. Der Fahrpreis für die einfache Fahrt zum höchsten Berg des Harzes beträgt ab dem 1. März 38 Euro. Auch weiterhin wird der vergünstigte Nachmittagstarif zum Brocken angeboten. Dieser bleibt konstant bei 47 Euro für die Hin- und Rückfahrt und bietet somit eine Preisersparnis von 10 Euro.
Angehoben werden auch die Preise für die Mehrtageskarten und alle weiteren Angebote, die jeweils auch Fahrten zum höchsten Harzgipfel miteinschließen. So wird der Preis für die einen Tag auf dem Gesamtnetz gültige MiniGruppenCard für maximal zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern um sechs Euro auf 135 Euro angehoben. Die Karte bietet bereits bei einem mitreisenden Kind zwischen sechs und vierzehn Jahren eine Ermäßigung gegenüber dem Erwerb von Einzelfahrkarten, bei weiteren mitreisenden Kindern fällt die Ersparnis umso höher aus. Die Preise für die 3- und 5-Tageskarten, welche für beliebig viele Fahrten auf dem gesamten Streckennetz gelten, werden um vier Euro auf 114 Euro bzw. um sechs Euro auf 171 Euro angehoben.
Für Fahrten auf den Strecken der Harzquer- und Selketalbahn bleibt der entfernungsabhängige Tarif auch weiterhin bestehen. Allerdings wird der zugrunde liegende Kilometerpreis ab März geringfügig angehoben. Durch die rechnerische Rundung bei der Fahrpreisberechnung bleiben dennoch viele Ticketpreise gleich. So zahlen beispielsweise Fahrgäste von Gernrode nach Alexisbad oder von Wernigerode nach Schierke auch weiterhin den bislang gültigen Fahrpreis.
Auch die vergünstigten Angebote für Fahrten außerhalb der Brockenbahn werden beibehalten. So bleibt der attraktive Familientarif auf der Harzquer- und Selketalbahn weiterhin bei zwei vollzahlenden Erwachsenen bestehen. Hier kostet der einmalige Aufschlag für die einfache Fahrt 2 Euro für eine Hin- und Rückfahrt nur 4 Euro jeweils für bis zu drei mitreisende Kinder. Das Kurzurlaubsticket dagegen bleibt mit 47 Euro für Erwachsene im Preis gleich. Es gilt an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf der Harzquer- und Selketalbahn.
Kinder bis einschließlich fünf Jahren fahren nach wie vor auf dem gesamten Streckennetz entgeltfrei.
Tickets und Informationen zu allen Angeboten rund um die Harzer Schmalspurbahnen sind auf der Homepage der HSB unter www.hsb-wr.de sowie in allen Verkaufsstellen und Dampfläden erhältlich.
Verkehrsfachleute aus Malaysia zu Besuch bei den Harzer Schmalspurbahnen
Wernigerode – Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) erhielt am gestrigen Vormittag Besuch aus Malaysia. Eine sechsköpfige Delegation aus der Hauptstadt Kuala Lumpur besichtigte im Rahmen eines mehrtägigen Deutschlandaufenthalts im Bahnhof Schierke die Technik und einen der Bedienplätze des elektronischen Stellwerks der HSB.
Gastgeber der fernöstlichen Experten, unter ihnen Vertreter des staatlichen Personenbeförderungsunternehmens Prasrana, ist die Siemens Mobility GmbH in Braunschweig, die für ihre Kunden in Kuala Lumpur gerade eine umfangreiche Signalanlage für ihre fahrerlose Metro baut. Um den malaysischen Experten vor Ort ein Anwendungsbeispiel in der Praxis zu zeigen und der Harz nicht weit von Braunschweig entfernt ist, wurde kurzerhand ein Besuch bei der HSB organisiert. Denn beim kommunalen Bahnunternehmen kommt bereits seit zwei Jahrzehnten elektronische Stellwerkstechnik der Firma Siemens zum Einsatz, mit welcher der Zugverkehr zwischen Wernigerode und dem Brocken sowie zwischen Nordhausen und Ilfeld technisch geleitet und überwacht wird. Für den Fall technischer Störungen hat die HSB vorsorglich gleich mehrere Bedienplätze eingerichtet, damit der Bahnverkehr nicht zum Erliegen kommt. Einer dieser Plätze befindet sich im Bahnhof Schierke, wo Siemens-Projektleiter Sören Meyer-Betschart den Gästen aus Kuala Lumpur gemeinsam mit Fachleuten der HSB die Bedienoberfläche des Arbeitsplatzes ausführlich erläuterte.
Im Anschluss an die Besichtigung gab es für die malaysischen Fachleute dann noch alte Verkehrstechnik zu bestaunen. Mit einem historischen Dampfzug ging es zur Freude der Besucher auf den höchsten Berg des Harzes, den Brocken.
Notwendiger Abriss des Benneckensteiner Empfangsgebäudes
Wernigerode – Der Abriss des hölzernen Empfangsgebäudes der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Bahnhof Benneckenstein ist leider unvermeidlich. „Eine Entscheidung, die uns sehr schwergefallen ist, aber wir sind gezwungen, unserer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“ bedauerte HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller die Notwendigkeit der anstehenden Maßnahme.
Ursächlich hierfür, so Müller weiter, ist der Befall des mittleren Hauptgebäudes mit dem Echten Hausschwamm, einem holzzerstörenden Pilz, der mittlerweile vom gesamten Gebäudetrakt umfassend Besitz ergriffen hat. Dies bestätigen die Ergebnisse eines jüngst von der HSB in Auftrag gegebenen Gutachtens. Die Möglichkeit einer Sanierung des im Jahre 1898 eröffneten Gebäudes ist damit ausgeschlossen. Vom Pilz und dem bevorstehenden Abriss nicht betroffen sind die Nebengebäude im Bahnhof Benneckenstein. So werden der ehemalige Güterboden sowie das weitere Gebäude am Ende des Bahnsteigs erhalten bleiben.
Das Eigentum am Gebäudeensemble in Benneckensteiner Bahnhof wurde per Erbbaurechtsvertrag im Jahre 2005 von der HSB an eine private Firma übergeben, die es einer touristischen Nutzung zuführen wollte. In den Folgejahren führte der neue Eigentümer dann äußerliche Sanierungsarbeiten an dem mittleren Hauptgebäude durch, der Innenbereich blieb allerdings unberührt. Nach der Ende 2011 angemeldeten Insolvenz folgte drei Jahre später die Löschung seiner Firma. Bereits seit dem Insolvenzzeitpunkt war die HSB juristisch um eine Rückabwicklung des Erbbaurechtsvertrages bemüht, um wieder Zugriff auf die Gebäude zu erhalten. Dies gelang letzten Endes erst im September dieses Jahres, woraufhin sogleich eine umfassende Begutachtung der Gebäude erfolgte.
Der Abriss des Gebäudes soll zeitnah erfolgen. Näheres zum genauen Zeitpunkt und zur weiteren Zukunft der freiwerdenden Fläche stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Sachsen-Anhalt sichert Harzer Schmalspurbahnen finanzielle Unterstützung zu
Wernigerode – Das Land Sachsen-Anhalt wird die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Rahmen des bestehenden Vertragsverhältnisses in diesem und im nächsten Jahr mit zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützen. „Damit wollen wir dem Unternehmen in herausfordernden Zeiten den notwendigen Spielraum verschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Sven Haller, heute nach einem Gesprächstermin mit Landrat und HSB-Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Balcerowski, HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller und Peter Panitz, Geschäftsführer der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) in Wernigerode.
Für die Vertragspartner, zu denen auch das Land Thüringen gehört, sei dabei maßgeblich, dass sich das Unternehmen mit dem Ziel der Kostenbegrenzung strategisch neu aufstelle, betonte Haller.
Nach den Worten des Staatssekretärs erhalte das Unternehmen vom Land Sachsen-Anhalt für 2024 rund 15 Millionen Euro für den Verkehrsvertrag und die Infrastrukturkosten. Diese Unterstützung soll im laufenden Jahr um rund 4,4 Millionen Euro und für das Jahr 2025 um voraussichtlich rund 3,7 Millionen Euro aufgestockt werden.
HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller dankte dem Land Sachsen-Anhalt ausdrücklich für die sehr konstruktiv geführten Gespräche sowie die zugesagte Unterstützung. Sie betonte mit Blick auf das weitere Vorgehen: „Wir werden das kommende Jahr dazu nutzen, um gemeinsam mit den Ländern und Gesellschaftern ein Zukunftskonzept 2030 zu erarbeiten.“ Neben der inneren Organisationsstruktur des Unternehmens, so Müller weiter, müssten dabei schwerpunktmäßig auch die künftige Fahrplangestaltung und ein zukunftsfähiges Fahrzeugkonzept sowie nicht zuletzt die Gesamtfinanzierung betrachtet werden.
Zu Ihrer Information:
Die im November 1991 gegründete HSB übernahm als erstes nichtbundeseigenes Eisenbahnunternehmen in den neuen Bundesländern mit insgesamt zwanzig kommunalen Gesellschaftern in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen im Februar 1993 von der Deutschen Reichsbahn die Schmalspurbahnen im Harz; darunter auch die stark frequentierte Brockenbahn.
In den mehr als drei Jahrzehnten ihres Bestehens hat sich die HSB zu einem erfolgreichen Nahverkehrsunternehmen entwickelt, welches von den Besonderheiten des historischen Dampfbetriebes und einer starken touristischen Bedeutung geprägt ist.
Bis Ende der 2010er Jahre erfolgte die Finanzierung aus Fahrgeldeinnahmen, Gesellschafterbeiträgen und insbesondere Zuschüssen der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen auf Grundlage der 1994 abgeschlossenen Länderverträge. Hinzu kam ein Verkehrsvertrag mit dem Freistaat Thüringen für den Nahverkehr im Südharz, der im Rahmen des „Nordhäuser Modells“ mit einem Mischverkehr mit Zweisystemstadtbahnzügen der Verkehrsbetriebe Nordhausen (VBN) auf Basis einer gedeckelten Pauschalfinanzierung für Betrieb und Infrastruktur erbracht wird.
Das Unternehmen hat den wirtschaftlichen Erfolg in den zurückliegenden Jahren durch steigende Fahrgeldeinnahmen und umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen gesichert. Im Jahr 2021 wurde die Finanzierung in beiden Bundesländern auf Verkehrsverträge sowie eine in Sachsen-Anhalt pauschalisierte Infrastrukturförderung umgestellt; verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der finanziellen Beiträge der Länder und Kommunen. Zudem werden diese Beiträge der Verkehrsverträge anhand volkswirtschaftlicher Indizes fortgeschrieben.
Trotz dieser schon deutlich verbesserten Absicherung befindet sich die HSB aktuell in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation. Die Kosten für Energie, Personal und insbesondere die Fahrzeuge sind in den letzten Krisenjahren sehr stark gestiegen. Daneben bestehen Probleme der Personalverfügbarkeit und der betriebsstabilen Vorhaltung der Fahrzeuge sowie immer häufiger auftretende Sturmereignisse, die die Befahrbarkeit insbesondere der ertragreichen Brockenstrecke zeitlich einschränken.
Das kommunale Bahnunternehmen befindet sich daher in Abstimmung mit seinen Gesellschaftern sowie in Gesprächen mit beiden Bundesländern, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können. Dazu gehört auch eine Überprüfung der Antriebe zukünftiger Fahrzeuge sowie die angestrebte Dekarbonisierung der beliebten Dampflokomotiven.
Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt
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Machbarkeitsstudie zur Anbindung von Braunlage wurde beauftragt
Wernigerode – Am heutigen Vormittag hat die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) den Auftrag zur Erstellung der Machbarkeitsstudie zur Anbindung von Braunlage an ihr Streckennetz offiziell erteilt. Auftragnehmer ist die DB Engineering & Consulting GmbH aus Berlin, die in den kommenden Monaten nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Projektes eingehend untersuchen wird.
Die Finanzierung der Studie erfolgt gemeinsam durch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), den Regionalverband Großraum Braunschweig, die Stadt Braunlage, den Landkreis Harz und die HSB. Hierdurch möchten die beteiligten Partner aus Landes- und Regionalebene ein geschlossenes Zeichen dafür setzen, dass sie in dem Projekt, welches eine direkte und attraktiv getaktete Schienenverbindung mit modernen Fahrzeugen zwischen den touristischen Schwerpunkten Braunlage und Wernigerode vor dem Hintergrund des Mobilitätswandels herstellen soll, große Zukunftschancen sehen.
Politischen Aufwind hatte die Anbindung der niedersächsischen Stadt, die seit der Gründung der HSB im Jahre 1991 Gesellschafter des kommunalen Bahnunternehmens ist, durch den einstimmigen Beschluss des Braunlager Stadtrates im Juli 2022 erhalten. Das eindeutige Votum der Stadträte wurde auch durch die Gesellschafter der HSB begrüßt, die ebenfalls eine Anbindung an das Streckennetz befürworten.
Im Zuge der nun folgenden Untersuchungen wird zum Teil auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie von 2010 zurückgegriffen, in der bereits Trassen für die ab Elend neu zu bauende Trasse ermittelt worden sind. Neu ist jetzt allerdings die angestrebte Lage des neuen Braunlager Bahnhofs am zentral gelegenen Parkplatz der Wurmbergseilbahn. Mit den Ergebnissen der jetzt beauftragten Machbarkeitsstudie wird m Laufe des kommenden Jahres gerechnet.
Großes Festwochenende mit Gastfahrzeugen im Einsatz, historische HSB-Fahrzeuge und abendliches Show-Highlight am Samstag
Wernigerode – Am kommenden Wochenende feiert die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“ in Wernigerode ein großes Festwochenende. An beiden Wochenendtagen wird auf dem Festgelände an der neuen Dampflokwerkstatt sowie an der alten Fahrzeugwerkstatt jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr ein umfangreiches Tagesprogramm mit Attraktionen und Unterhaltung für die ganze Familie geboten. Dazu zählen auch Fahrten mit historischen Gastfahrzeugen sowie der freie Eintritt in den touristischen Innenbereich der neuen Dampflokwerkstatt.
Am Samstagabend findet darüber hinaus ab 18:00 Uhr eine Abendveranstaltung mit einer großen radio SAW-Party auf dem Festgelände statt, der Eintritt ist für alle frei. Als besonderer Höhepunkt des Abends wird den Besuchern daran anschließend noch ein außergewöhnliches und illuminiertes Show-Highlight geboten, bei dem auf die 125-jährige Geschichte der Harzquer- und Brockenbahn zurückgeblickt wird.
Als Zeitzeugen aus der bewegten Historie der Bahn werden auf dem Festgelände auch besondere Fahrzeuge ausgestellt, die schon länger nicht mehr im Einsatz gewesen sind. So wird mit der 1897 gebauten Mallet-Dampflok 99 5901 eine Lokomotive aus der Anfangszeit der Harzquer- und Brockenbahn zu sehen sein. Auch der historische Schlepptriebwagen „T3“ von 1939 wird nach längerer Zeit wieder als Exponat präsentiert. Darüber hinaus wird im Bahnhof Wernigerode-Hasserode die 1914 gebaute Dampflok 99 6101 mit einem kurzen Güterzug fotogerecht aufgestellt.
An beiden Festtagen pendelt zudem mit dem „Schweineschnäuzchen“ ein historischer Triebwagen von 1932 jeweils insgesamt achtmal zwischen Wernigerode Hauptbahnhof und Wernigerode-Hasserode. Die Mitfahrt in dem besonderen Gastfahrzeug des Deutschen Eisenbahn Vereins e. V. (DEV) ist zum normalen HSB-Tarif möglich.
Am Samstag wird zusätzlich auch noch die 125 Jahre alte Dampflok „Hoya“ des DEV als Vorspannlok vor der regulären HSB-Dampflok den historischen Brocken-Traditionszug bespannen und mit dem Sonderzug am späten Nachmittag wieder nach Wernigerode zurückkehren. Mit der besonderen Lokomotive sind für den Sonntag dann im Bereich der alten Fahrzeugwerkstatt Führerstandsmitfahrten vorgesehen.
Alle Informationen rund um das Festwochenende, so auch den Pendelfahrplan des „Schweineschnäuzchens“, hält die HSB hier auf der Homepage, telefonisch unter 03943/558-0 sowie in den Verkaufsstellen bereit.
Dampflok "HOYA" als Gast auf der Selketalbahn
Wernigerode – Die Harzquer- und Brockenbahn werden in diesem Jahr bereits 125 Jahre alt. Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) würdigt dieses Jubiläum nun am 24. und 25. August mit einem Festwochenende für die ganze Familie in Wernigerode. Zu den Festivitäten werden auch zwei interessante historische Gastfahrzeuge erwartet. Neben einem historischen Triebwagen wird die ebenfalls 125 Jahre alte Dampflok „Hoya“ im Harz erwartet. Diese Dampflok ist bereits am kommenden Wochenende auf der Selketalbahn vor fahrplanmäßigen Reisezügen im Einsatz und wird am 19. August einen kleinen Güterzug von Gernrode nach Wernigerode bringen.
Die historische Dampflokomotive „Hoya“ ist beim Deutschen Eisenbahnverein e.V. (DEV) in Bruchhausen-Vilsen beheimatet und wird in den nächsten Tagen für ihren Gastauftritt im Harz erwartet. Mit ihrem Baujahr 1899 ist die Lokomotive genauso alt wie die Harzquer- und Brockenbahn, so dass in diesem Jahr gleich zwei 125. Geburtstage gefeiert werden können.
Es ist geplant, dass „Hoya“ am 17. August den Nachmittags-Dampfzug von Quedlinburg (Abfahrt um 14.42 Uhr) durch das Selketal bis nach Hasselfelde (Ankunft um 16.51 Uhr) und wieder zurück (Ankunft in Quedlinburg um 19.31 Uhr) bespannen wird. Am 18. August wird „Hoya“ bereits um 7.36 Uhr Gernrode in Richtung Selketal verlassen und nach Harzgerode fahren (Ankunft um 8.37 Uhr). Danach ist die Lok an diesem Tag noch ein weiteres Mal zwischen Quedlinburg (Abfahrt 10.30 Uhr) und Alexisbad und wieder zurück (Ankunft um 12.47 Uhr) zu erleben. „Hoya“ wird die Züge jeweils als Vorspannlok gemeinsam mit der HSB-Dampflok 99 6001 fahren.
Am 19. August wird „Hoya“ in Wernigerode erwartet. Dazu wird sie mit einem kurzen Güterzug von Gernrode aus gemeinsam mit 99 6001 nach Wernigerode fahren.
Am Jubiläumswochenende wird „Hoya“ am 24. August als Vorspannlok vor dem regulären Traditionszug von Wernigerode zum Brocken und am 25. August für Führerstandsmitfahrten auf dem Gelände des Bahnhofs Wernigerode Westerntor zum Einsatz kommen.
Die Einsatzfahrpläne für die „Hoya“ am 17. und 18. August sind hier auf der Homepage der HSB zu finden, die Fahrzeiten für die Fahrt mit dem Güterzug werden an Interessierte gegen eine Gebühr abgegeben, der Link hierzu befindet sich ebenfalls auf der Website der HSB. Alle Informationen rund um das Festwochenende in Wernigerode stehen ebenfalls auf der Homepage und sind telefonisch unter 03943/558-0 sowie in den stationären Verkaufsstellen der HSB erhältlich.
Festwochenende mit Gastfahrzeugen am 24./25. August in Wernigerode
Gastlok "Hoya" bereits am 17./18. august im Selketal im Einsatz
Wernigerode – Nach dem die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Frühjahr den 125. Geburtstag der Harzquer- und Brockenbahn mit einem offiziellen Festakt auf dem Brocken gewürdigt hat, veranstaltet das Unternehmen im Rahmen des besonderen Jubiläums nun am 24. und 25. August ein großes Festwochenende für die ganze Familie in Wernigerode. Zu den Festivitäten werden auch zwei interessante historische Gastfahrzeuge erwartet. Darunter die 125 Jahre alte Dampflok „Hoya“, die bereits am 17. und 18. August auf der Selketalbahn vor fahrplanmäßigen Reisezügen auf der Selketalbahn zum Einsatz kommen wird.
Großer Bahnhof für die Harzquer- und Brockenbahn, die am 27. März vor 125 Jahren durchgängig in Betrieb genommen worden ist. Anlässlich des besonderen Jubiläums findet am Festwochenende 24./25 August jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr eine umfangreiche Festveranstaltung für Jung und Alt auf dem Gelände der neuen Dampflokwerkstatt in Wernigerode statt. Am ersten Festtag wird es von 18:00 bis 22:00 Uhr zusätzlich noch eine Abendveranstaltung mit einer Radio SAW-Party sowie einem ganz besonderen Highlight geben. Der Eintritt ist für alle Besucher an beiden Tagen inklusive der Abendveranstaltung frei.
Auf dem Festgelände bietet die HSB ihren Gästen an beiden Festtagen u. a. eine Fahrzeugausstellung, freien Eintritt in die neue Dampflokwerkstatt, ein buntes Bühnenprogramm, zahlreiche Kinderattraktionen, eine Zauberwerkstatt, eine Buchpräsentation, Imbiss- und Getränkeangebote, Ausstellerstände, einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel sowie eine exklusive Leseprobe und Autogrammstunde mit Santiago Ziesmer, der als Synchronsprecher seine Stimme bereits „Spongebob“ sowie vielen anderen beliebten TV-Charakteren geliehen hat.
An beiden Tagen wird darüber hinaus mit dem historischen „Schweineschnäuzchen“ ein ganz besonderes Gastfahrzeug zwischen den Stationen Wernigerode Hauptbahnhof und Wernigerode-Hasserode für Mitfahrten pendeln. Der im Jahre 1932 bei der Waggonfabrik Wismar gebaute Triebwagen ist mit seinen markanten Motorhauben weltweit eines der letzten Exemplare seiner Art und heute als T41 des Deutschen Eisenbahn Vereins e. V. (DEV) auf der ältesten Museumseisenbahn Deutschlands von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf im Einsatz.
Als weiteres Gastfahrzeug wird zu den Festivitäten die historische Dampflokomotive „Hoya“ des DEV im Harz erwartet. Mit ihrem Baujahr 1899 ist die Lokomotive genauso alt wie die Harzquer- und Brockenbahn, so dass am Festwochenende gleich zwei 125. Geburtstage gefeiert werden können. Die „Hoya“ wird am 24. August als Vorspannlok vor dem regulären Traditionszug von Wernigerode zum Brocken und am 25. August für Führerstandsmitfahrten zum Einsatz kommen.
Als weitere Attraktion, insbesondere für Eisenbahnfreunde, wird die „Hoya“ auch schon ein Wochenende vor der Jubiläumsveranstaltung auf den Gleisen der Harzer Schmalspurbahnen zu erleben sein. So wird die 125-Jährige am 17. und 18. August als Vorspannlok vor regulären Reisezügen auf der Selketalbahn verkehren.
Alle Informationen rund um das Festwochenende hält die HSB auf ihrer Homepage unter www.hsb-wr.de, telefonisch unter 03943/558-0 sowie in ihren Verkaufsstellen bereit.
Neue Auszubildende bei den Harzer Schmalspurbahnen
Wernigerode – Am heutigen Tag haben acht neue Lehrlinge ihre Berufsausbildung bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) in Wernigerode begonnen. In den kommenden Jahren werden sie beim kommunalen Bahnunternehmen die Berufe des Industriemechanikers, des/r Kaufmannes/-frau für Büromanagement, des Kaufmannes für Verkehrsservice sowie erstmalig auch des Gleisbauers erlernen.
Ihr Ruf als erfolgreiches Ausbildungsunternehmen mit mittlerweile 27-jähriger Lehrtradition eilt der HSB auch überregional voraus. Und so ist es wenig verwunderlich, dass unter den diesjährigen Berufsanfängern auch wieder ein junger Mann dabei ist, der von außerhalb, und zwar aus dem sächsischen Auerbach, seinen Weg zur beliebten Dampfeisenbahn im Harz gefunden hat. Die übrigen neuen Berufsstarter kommen ansonsten aus Elbingerode, Harztor, Ilsenburg, Straßberg (Harz) sowie Wernigerode. In ihren jeweiligen Berufsbildern erwartet sie eine abwechslungsreiche Ausbildung in einem Unternehmen, das wie kaum ein anderer Arbeitgeber durch eine einmalige Mischung aus historischer sowie moderner Technik geprägt ist.
Um den zukünftigen Ausbildungsbetrieb mit seinem insgesamt 140,4 km umfassenden Streckennetz in Sachsen-Anhalt und Thüringen etwas näher kennenzulernen, werden die neuen Lehrlinge am 7. August gemeinsam mit ihren Ausbildern sowie HSB-Eisenbahnbetriebsleiter Norman Just zur traditionellen Begrüßungs-Rundtour durch den Harz starten. Liam Ackert, Hannes Matteo Böhm, Janno Noel Egler, Finja Fischer, Benjamin Friedrich, Jean Pascal Friedrich, Alexander Pohl und Dustin René Steube freuten sich heute bei der offiziellen Begrüßung am Wernigeröder Hauptbahnhof bereits auf die Tour sowie die nun beginnenden Lehrjahre bei der HSB.
Unter den derzeit rund 296 Beschäftigten des Unternehmens befinden sich seit heute nun insgesamt 19 Auszubildende, davon 13 zum Industriemechaniker, 3 zur Kauffrau bzw. –mann für Büromanagement, 2 zur Kauffrau bzw. -mann für Verkehrsservice sowie einer zum Gleisbauer. Die letztgenannte Ausbildung führt die HSB zur Bewältigung des fortlaufenden Generationswechsels und aufgrund des Fehlens von Fachkräften am Arbeitsmarkt zum ersten Mal in ihrer Geschichte durch. Um dabei ein so breit wie möglich gefächertes Ausbildungsspektrum abzubilden, finden Teile der Lehre auch in externen Bildungsstätten statt.
Seit 1997 haben schon insgesamt 85 Auszubildende eine Lehre bei der HSB absolviert, darunter 60 Industriemechaniker, 21 Bürokaufleute ein Kaufmann für Verkehrsservice sowie auch ein Energieelektroniker, ein Fachinformatiker und ein Technischer Produktdesigner. Die meisten von ihnen sind heute im erlernten Beruf bei der HSB tätig oder haben sich intern wie extern weiterqualifiziert.
Auch im nächsten Jahr wird die HSB wieder freie Ausbildungsplätze anbieten. Bewerbungsunterlagen für einen Ausbildungsbeginn in 2025 können bei Interesse ab sofort eingereicht werden. Informationen zu allen weiteren Jobangeboten der HSB sind im Internet unter www.hsb-wr.de erhältlich.
Außengelände an der neuen Dampflokwerkstatt heute offiziell eröffnet
Wernigerode –Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) hat heute in Wernigerode das touristische Außengelände der neuen Dampflokwerkstatt in Wernigerode offiziell eröffnet. Im Beisein von Staatssekretärin Stefanie Pötzsch aus dem Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, dem HSB-Aufsichtsratsvorsitzenden und Harzer Landrat Thomas Balcerowski, den am Bau beteiligten Partnern sowie weiteren Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft fand die Veranstaltung vor zahlreichen neugierigen Besuchern statt.
Die technische Inbetriebnahme der neuen Dampflokwerkstatt erfolgte nach rund drei Jahren Bauzeit bereits im Juni 2022. Seitdem wird in dem ca. 2.500 m2 großen Neubau direkt in der Nähe des Wernigeröder Westerntor-Bahnhofs und der alten Fahrzeugwerkstatt die schwere Instandhaltung der Dampflokomotiven durchgeführt. Ein Jahr später eröffnete die HSB dann den touristischen Innenbereich im größten Bauprojekt in ihrer Geschichte. Seitdem können Besucher hier einzigartige Blicke hinter die Kulissen der Dampflokinstandhaltung werfen. Von einer erhöhten Besucherplattform aus haben sie dabei Ausblicke auf die Arbeiten an den betagten Maschinen und können zudem an Führungen durch den ansonsten nicht zugänglichen Werkstattbereich teilzunehmen. Eine Ausstellung mit Exponaten rund um die Harzer Schmalspurbahnen sowie der HSB-„Lokshop“ mit seinem umfassenden Verkaufsangebot an Souvenirartikeln und Fahrkarten ergänzen das touristische Angebot im touristischen Innenbereich der neuen Dampflokwerkstatt.
Seit heute sind mit dem nun eröffneten Außenbereich noch weitere Attraktionen für Gäste und Einheimische der Stadt Wernigerode sowie der Harzregion hinzugekommen. Staatsekretärin Stefanie Pötzsch besichtigte vor Ort das jüngst fertig gestellte Gelände und freute sich gemeinsam mit der ebenfalls anwesenden Bundestagsabgeordneten Heike Brehmer, dem Harzer Landrat Thomas Balcerowski sowie Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha über die neue touristische Einrichtung. Diese wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt errichtet und lädt mit ihrem Lern- und Erlebnisgelände zum Verweilen für die ganze Familie ein.
Mit innovativen Lernspielwänden rund um das Thema „Dampflokomotive“, einem Wasserspielplatz, großen Fototafeln mit Erläuterungen und spannenden Spielgeräten in Form von Dampfzügen bietet der Außenbereich zahlreiche und fantasievolle Spielmöglichkeiten für Groß und Klein. Mit der neuen Einrichtung, die auch Parkflächen für PKW´s und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bietet, ist unweit des Wernigeröder Stadtzentrums ein Ort der Freude und des Spaßes für Kinder jeden Alters entstanden, der den großen und kleinen Besuchern die spielerische Entdeckung der Faszination Dampflokomotive ermöglicht. Für besondere Erinnerungsfotos steht zudem eine Fotowand mit der insbesondere bei Kindern beliebten „Brockenbande“ bereit. An ausgesuchten Tagen steht den Besuchern darüber hinaus mit „Food Trucks“ auch eine gastronomische Versorgung zur Verfügung.
Der bislang nur zweimal wöchentlich zugängliche Besucherbereich der Dampflokwerkstatt ist ab sofort täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Und er ist jetzt auch noch bequemer erreichbar, denn seit heute gibt es direkt am Besuchereingang eine neue Haltestelle der „Wernigeröder Schlossbahn“. Der besonders von Touristen gern genutzte Rundkurs der „Schlossbahn“ wurde hierfür eigens geändert.
Vor dem Hintergrund der jetzt täglichen Öffnung und des umfangreichen Verkaufsangebotes im „Lokshop“ der neuen Dampflokwerkstatt schließt die HSB ab sofort ihren bislang in der Wernigeröder Westernstraße betriebenen „Dampfladen No. 6“. Die Verkaufsstelle war im Februar 2000 von dem kommunalen Bahnunternehmen als Ersatz für das zuvor in der Wernigeröder Marktstraße betriebene „Urlaubs-Center“ eröffnet worden.
Japanische Reiseveranstalter zu Besuch
Wernigerode – Am heutigen Vormittag reiste eine Gruppe japanischer Reiseveranstalter mit einem Dampfzug der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) von Wernigerode auf den Brocken. Die Fahrt war Bestandteil eines mehrtägigen Besuchsprogramms in Norddeutschland, welches für den Harz gemeinsam von der HSB, der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. (DZT) und der Wernigerode Tourismus GmbH (WTG) organisiert worden war.
Der nördlichste deutsche Mittelgebirge ist immer eine Reise wert, und Dampflokomotiven sind in Japan auch nur noch sehr selten zu erleben. Umso größer war das Erstaunen der fernöstlichen Reisespezialisten, die auf Einladung der DZT für zwei Tage eigens zur Erkundung der „Bunten Stadt am Harz“ und der Harzer Schmalspurbahnen angereist waren. Denn es ging heute Vormittag mit einem fahrplanmäßigen Dampfzug von Wernigerode auf den höchsten Berg des Harzes. Unterwegs stieg zur großen Freude der achtköpfigen Reisegruppe auch noch eine waschechte „Harzer Hexe“ in den Zug und begleitete gemeinsam mit HSB-Marketing- und Vertriebschef Mario Schmidt sowie der DZT-Mitarbeiterin Mayumi Takao den Dampfausflug, der gegen Mittag wieder in Wernigerode endete. Hier stand anschließend für die interessierte Gruppe noch eine Besichtigung der neuen Dampflokwerkstatt der HSB auf dem Programm.
Bereits gestern hatten die japanischen Reiseveranstalter im Rahmen einer von der WTG organisierten Führung die Stadt Wernigerode ausführlich erkundet und sich ein Bild von den touristischen Angeboten gemacht. Am heutigen Nachmittag stand noch ein Besuch des Wernigeröder Schlosses auf dem Programm, bevor dann morgen über Magdeburg und Schwerin nach Hamburg geht, von wo übermorgen der Rückflug in den fernen Osten mit vielen Eindrücken und Reiseideen im Gepäck angetreten wird.
Profi aus Wales heizt auf der "Brockenlok"
Wernigerode – Seit vergangenem Montag ist ein ganz besonderer Gast auf den Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Einsatz. Caleb Lovegrove von der Ffestiniog and Welsh Highland Railways (FR/WHR) aus Wales heizt in der laufenden Woche den „Brockenloks“ ordentlich ein.
Begeistert und professionell schwingt der 22-jährige Waliser unter den wachsamen Augen von HSB-Heizer Moritz Helmold die Kohleschaufel. Gelernt ist gelernt, denn als Freiwilliger ist Lovegrove seit einigen Jahren bei der FR/WHR als Heizer auf den dortigen Dampflokomotiven im Einsatz. Kennengelernt hatten sich die beiden Eisenbahner und heutigen Freunde bei einem Besuch Helmolds in Wales, bei dem Caleb Lovegrove auf die Harzer Schmalspurbahnen aufmerksam wurde. Nun erfolgte auf Helmolds Einladung der Gegenbesuch in Wernigerode mit vielen Stunden Dienst auf den Harzer Dampflokomotiven.
Aus privaten Freundschaften entstand bereits Anfang der 2000er Jahre ein reger Austausch zwischen der HSB und der FR/WHR, die mit ihrem Gründungsjahr 1832 die älteste Eisenbahngesellschaft der Welt ist. Auf einer Spurweite von nur rund 600 mm fahren die dampfgeführten Züge als besondere Touristenattraktion durch die gebirgige Landschaft des County Gwynedd im nördlichen Wales. Im Jahre 2006 unterzeichneten beide Bahngesellschaften dann eine offizielle Partnerschaftsurkunde mit dem Ziel, den Wissens- und Informationsaustausch in allen Angelegenheiten des Eisenbahn- und Tourismuswesens zum gegenseitigen Nutzen zu stärken.
In den Folgejahren gab es mehrere gegenseitige Besuche, bei denen Waliser Eisenbahner auf den Zügen der HSB aktiv im Einsatz waren und umgekehrt. Mit den zahlreichen Einschränkungen während der Corona-Jahre kamen allerdings auch die gegenseitigen Austauschaktivitäten, aber nicht die Kontakte zum Erliegen. Der Besuch von Caleb Lovegrove, der in Kürze wieder nach Großbritannien zurück fliegen wird, steht neben der freundschaftlichen Kontaktpflege auch symbolisch für einen Neustart der partnerschaftlichen Beziehungen beider Bahnunternehmen.
Jubiläum "30 Jahre Betrieb" und Wechsel an der Unternehmensspitze
Freitag, 30. Juni 2023
Mit einem Dampfzug reisten am heutigen Vormittag rund 120 Ehrengäste und Zeitzeugen aus Nah und Fern von Wernigerode auf den Brocken, um hier gemeinsam mit der HSB den 30. Jahrestag ihrer Betriebsübernahme von den Deutschen Reichsbahn (DR) zu würdigen. Am 1. Februar 1993 hatte die noch junge HSB alle Anlagen und Fahrzeuge von der DR übernommen. Seitdem führt das Unternehmen, welches am 19. November 1991 von zwanzig kommunalen Anrainern, darunter auch das niedersächsische Braunlage, gegründet worden war, den Zugverkehr auf dem heute 140,4 km umfassenden Streckennetz durch. Historischer Impulsgeber und Wegbereiter hierfür war am 15. September 1991 die Wiederinbetriebnahme der Brockenbahn, die aufgrund ihrer Lage im innerdeutschen Grenzgebiet drei Jahrzehnte ohne Personenverkehr gewesen war. Sie stellt auch heute noch das wirtschaftliche Rückgrat der Harzer Schmalspurbahnen dar.
Die HSB ist als touristische Attraktion mit großer Strahlkraft, als Motor für die regionale Wertschöpfung, als wichtiges Bindeglied der Harzregion im Nahverkehr und als Partner für Wirtschaft wie Tourismus nicht mehr wegzudenken. Dies bekräftigten in ihren Grußworten Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Sven Haller, Staatssekretär im Ministerium und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt sowie Thomas Balcerowski, HSB-Aufsichtsrastvorsitzender und Landrat des Landkreises Harz. Dr. Michael Ermrich, ehemaliger Landrat des Landkreises Harz, langjähriger Vorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender des HSB-Aufsichtsrats, blickte als Mitinitiator der Unternehmensgründung und langjähriger Wegbegleiter auf bewegte und erfolgreiche Jahre der HSB-Geschichte zurück.
Gemeinsam würdigten sie alle auch das Wirken von Matthias Wagener, der heute nach über 26-jähriger Amtszeit als Geschäftsführer in den Altersruhestand geht. Dieser betonte, das Unternehmen sei gut für die Zukunft aufgestellt und blickte dankbar auf das Erreichte zurück: „Nur gemeinsam konnten wir durch die HSB so viel für unsere Harzer Heimat und den Tourismus erreichen. Dafür danke ich nicht nur der seit Anbeginn bestehenden Solidargemeinschaft aus kommunalen Gesellschaftern und den Ländern Sachsen-Anhalt sowie Thüringen. Mein Dank gilt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Tag für Tag für ihre HSB tätig sind“. Wagener hatte die HSB bereits seit der Gründungsphase im Jahre 1991 als Justitiar des damaligen Landkreises Wernigerode begleitet und die Geschäftsführung dann am 27. Mai 1997 übernommen. Herausragende Meilensteine in diesen mehr als dreißig Jahren waren nicht nur die historischen Weichenstellungen nach der politischen Wende zum Erhalt des gesamten Streckennetzes durch die HSB, die Etablierung des „Nordhäuser Modells“ im Jahre 2004 und die Streckenerweiterung von Gernrode (Harz) nach Quedlinburg im Jahre 2006. Mit der im vergangenen Jahr eröffneten neuen Dampflokwerkstatt in Wernigerode hat die HSB auch wichtige Weichen für die Zukunft des beliebten Dampflokbetriebes gestellt. Darüber hinaus bilden seit Anfang 2021 langfristig geltende Verkehrsverträge mit Sachsen-Anhalt und Thüringen und auch die seit Anbeginn bestehende finanzielle Unterstützung durch die kommunalen Gesellschafter eine stabile wirtschaftliche Grundlage für die kommenden Jahre.
Abschließend dankte der HSB-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Balcerowski Matthias Wagener für seine langjährige Tätigkeit: „Durch Ihre Arbeit sind die Harzer Schmalspurbahnen zu einem wichtigen touristischen Leuchtturm im Harz aufgestiegen“, sagte Thomas Balcerowski. Matthias Wagener habe die HSB drei Jahrzehnte auch durch stürmische Zeiten geführt. „Danke für dieses Engagement“, sagte der Landrat und wünschte dem scheidenden Geschäftsführer viel Gesundheit im Ruhestand. Er begrüßte zudem die Nachfolgerin Katrin Müller in ihrem neuen Amt und blickte dabei auch auf die zukünftigen Herausforderungen: „Stillstand wäre Rückschritt: Die Harzer Schmalspurbahnen müssen nicht nur die Jugend für die abwechslungsreichen Tätigkeiten bei der HSB begeistern, sondern mit der Erweiterung ihres Streckennetzes bis nach „Pullman City“ und ins niedersächsische Braunlage attraktiver werden. Unverzichtbar ist auch der Einsatz alternativer Antriebe. Die Dekarbonisierung der historischen Dampflokomotiven ist ein wichtiger Beitrag zum globalen Klimawandel.“
Die 36-jährige Katrin Müller, die sich auf ihre neue Tätigkeit freut, war am 20. Februar dieses Jahres vom HSB-Aufsichtsrat als neue Geschäftsführerin gewählt worden. Die gebürtige Quedlinburgerin startete im Jahre 2011 ihre berufliche Laufbahn im Bahnunternehmen und leitete in den vergangenen zehn Jahren die Bereiche Marketing und Vertrieb. Im Jahre 2019 kam noch die Position als stellvertretende kaufmännische Leiterin hinzu.
Katrin Müller wird ab dem 1. Juli neue HSB-Geschäftsführerin
Langjähriger Geschäftsführer Matthias Wagener geht in den Ruhestand
Montag, 20. Februar 2023
Mit der Wahl von Katrin Müller zur neuen Geschäftsführerin verbindet das Aufsichtsgremium der Harzer Schmalspurbahnen einen Aufbruch in die Zukunft und sendet damit gleichzeitig auch ein Signal an die HSB-Beschäftigten zur Bestandssicherung. „Der Aufsichtsrat möchte mit der neuen Geschäftsführerin die Zukunftsthemen der Harzer Schmalspurbahnen angehen, um auch weiterhin diesem touristischen Leuchtturm im Harz Strahlkraft zu verleihen“, freute sich der HSB-Aufsichtsratsvorsitzende und Harzer Landrat Thomas Balcerowski über die heutige Entscheidung zur Wahl der 35-jährigen.
Für die ca. 280 Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahnen sowie in der Harzregion ist die in Quedlinburg geborene und in Rieder aufgewachsene Katrin Müller keine Unbekannte. Nach Studienabschlüssen als Bachelor im walisischen Cardiff und als Master an der Hochschule Harz in Wernigerode startete sie im Jahre 2011 ihre berufliche Laufbahn bei der HSB. Zunächst als Referentin im Bereich Marketing- und Vertrieb, zwei Jahre später dann bereits als Leiterin des Bereichs. Im Jahre 2019 kam noch die Position als stellvertretende kaufmännische Leiterin hinzu, und seit letztem Jahr auch die amtierende Leitung der Personalabteilung infolge einer Elternzeitvertretung.
HSB-Aufsichtsratschef Thomas Balcerowski begrüßte nach der heutigen Aufsichtsratssitzung nicht nur die Neubesetzung an der Spitze des Bahnunternehmens, er sprach gleichzeitig auch dem bisherigen langjährigen Geschäftsführer, der am 30. Juni in den altersbedingten Ruhestand verabschiedet wird, seine große Dankbarkeit für die geleistete Arbeit der letzten Jahre aus. „Matthias Wagener hat nach der politischen Wende Verantwortung für die HSB übernommen und sie zu einem wichtigen touristischen Leuchtturm im Harz gemacht“, würdigte Balcerowski dessen Arbeit und Wirken als Geschäftsführer. Wagener hatte diese Position im Mai 1997 als Justitiar des damaligen Landkreises Wernigerode zunächst vorübergehend übernommen. Im April 1999 wurde daraus dann jedoch eine hauptamtliche Tätigkeit, in deren Laufzeit bis heute zahlreiche Meilensteine für das Unternehmen und die Harzregion gesetzt worden sind.